„Dampf ablassen“
Leserbriefe von DRSB - Lesern
Spezialausgabe zum Thema
Sichere Vorsorge
darf kein Luxusproblem werden
01. Juni 2010
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E - Mail
Sichere Vorsorge darf kein Luxusproblem werden!
Sehr geehrter Herr Piasetzky,
der Überschrift kann ich als Versicherungsmakler nur zustimmen. Zustimmen kann ich auch, dass besonders bei jungen Menschen die Gefahr durch Todesfall des Partners oder durch eine Berufsunfähigkeit selbst zu verarmen, doch sehr unterschätzt wird.
Erschwerend kommt die seit 2001 in der gesetzlichen Rentenversicherung abgeschaffte Berufsunfähigkeitsversicherung für die Personen hinzu, die zum 01.01.2010 noch keine 40 Jahre alt waren. Das man das BU - Risiko und das Risiko auf Grund eines Unfalls, in deren Folge die Invalidität, auch günstig und preiswert absichern kann und auch absichern sollte, ist sicher auch richtig.
Aber diesem, Ihrem Argument, werden die meisten Kunden das Ziel verfehlen:
Zitat:
Ein unverbindliches Beratungsgespräch mit einem
firmengebundenen Generalagenten oder einem freien Versicherungsmakler kann hier sofort Abhilfe schaffen und das richtige Risikoprofil schärfen.
Zitat Ende.
Denn genau hier liegt der entscheidende Unterschied für den Kunden, ob er von einem Vertreter oder einem [ seriösen fairen ] Versicherungsmakler beraten wird.
Dies möchte ich an 2 Beispielen verdeutlichen:
Erstens:
Eine Risiko - Lebensversicherung wird der Vertreter der Gothaer nur von der Gothaer anbieten [ Provision !! ], aber nicht von der Direktversicherung Astell [ eine Tochtergesellschaft der Gothaer ].
Zum Nachteil des Kunden. Die Gothaer würde Ihrem Vertreter auch sicher jeden anderen Abschluss sehr übel nehmen und der Vertreter wäre die längste Zeit Vertreter der Gothaer gewesen.
Anderes Beispiel:
Risiko LV - für 100 000 €, Mann, geb. 01.07.1980, Laufzeit 20 Jahre, kostet bei Dialog -Versicherung 98 € Netto / Zahlbetrag [ brutto 245 € ]. Dialog ist aber ein typischer Makler - Versicherer, gehört zum Generali - Konzern.
Wird nun der Generali - Generalagent die Dialog als Risiko - LV anbieten? Sicher nicht.
Was tut nun der Versicherungsmakler? Er ist ganz frei in seiner Entscheidung, welche Gesellschaft er als Vertragspartner hat und was er dem Kunden empfiehlt. Er haftet aber auch persönlich - mit seinem ganzen Eigentum - für seine Beratung. Üblicherweise wird er kaum [ muss er auch nicht ] einen Direktversicherer anbieten.
Er könnte [ ist meist die Praxis] die Dialog anbieten, Preise siehe oben.
Zum Vergleich: WWK würde 166 € [ brutto 450 € ] , Barmenia 288€ Zahlbetrag [ brutto 345 € ] verlangen.
Allein im Vergleich zu diesen beiden Gesellschaften ist die Einsparung [ 60€ bis 190 € pro Jahr !! ] bei Vermittlung der Dialog enorm!
Der wirklich gute, seriöse Versicherungsmakler toppt das noch: Er bietet dem Kunden an: 70,80 € Zahlbetrag [ brutto 177 € ], also noch 28 € Einsparung pro Jahr.
Bei diesem Angebot wird der faire seriöse Versicherungsmakler aber seinen Mandanten verständlich machen [ müssen ], dass er dieses Angebot nur machen kann, wenn der Mandant seine gesamten Versicherungen über diesen Makler eindeckt, verwalten und betreuen lässt. Sonst ist dies für den Versicherungsmakler kaufmännisch nicht leistbar, so lange es noch keine wirkliche Honorarberatung für Nichtselbständige mit den entsprechenden gesetzlichen Grundlagen gibt.
Zweitens:
Die Berufsunfähigkeitsversicherung bei einem Vertreter einzudecken ist meist ein Fehler, den man nur einmal macht.
Denn natürlich kann der Vertreter auch wider nur seine Versicherung anbieten, nicht auf andere Anbieter zugreifen, er kann keinen Vergleich bezüglich Bedingungen und Preis mit anderen Versicherungen anstellen. Denn dann würde er eingestehen, die Versicherung xy ist besser, aber lieber Kunde, die kann [ darf ] ich Ihnen ja nicht verkaufen.
Da viele Versicherer sich einem ganz bestimmten Kunden zuwenden [ Kaufmännische Berufe, Akademiker, Handwerker, Selbständige ] ist der Abschluss über einen Vertreter wie ein Lottospiel.
Ein weiteres wesentliches Handicap sind aber die Gesundheitsfragen, bzw. eben die schon vorhandenen gesundheitlichen Störungen. Jeder Vertreter weiß um die Bewertung seiner Gesellschaft, deshalb kommt es nicht selten vor, dass Fragen abmildernd, nicht ganz wahrheitsgetreu …beantwortet werden, da die Ablehnung durch die eigene Gesellschaft droht.
Der Vermittler hat gearbeitet, erhält aber bei Ablehnung seinen Lohn [ Provision ] nicht.
Der Versicherungsmakler
hat hier ganz andere Möglichkeiten:
Er kann eine anonymisierte Voranfrage bei mehreren Gesellschaften stellen. Das macht Sinn, erfolgt somit keine Eintragung des Kunden in die „schwarze Liste“ [ HIS - Wagnissonderdatei des GDV ], denn Namen werden nicht preisgegeben.
Weiter kann er BU - Anträge gleichzeitig an mehrere Gesellschaften stellen und später mit dem Kunden das beste Angebot - wenn zum Bsp. Risikozuschläge erhoben werden - für seinen Mandanten aussuchen.
Da er für seine Beratung / Empfehlung haftet, wird er hier sehr sorgsam arbeiten und auch bezüglich Versicherungsbedingungen [ Verzicht auf abstrakte Verweisung, Nachversicherungsgarantie , Verzicht auf Anwendung § 163 VVG durch VR, garantierte Steigerung der BU - Rente im Leistungsfall, Dynamisierung, Bedingungen bei Selbständigen, …] seinen Mandanten über die Vor - und Nachteile genau aufklären. Es gibt keine BU ohne Nachteile und wenn die Bedingungen „ super toll sind“, so ist naturgemäß der Preis hoch.
Eins ist jedoch klar:
Hier ist und bleibt der Versicherungsgedanke eine Art Solidarität, wer einzahlt hat auch ein Recht auf Unterstützung / Zahlung im Leistungsfall.
Vorsorge zur eigenen Absicherung, zur Absicherung von Krediten/ Darlehen und Absicherung der Familie, insbesondere der Kinder ist wichtiger den je!
Leider wird dieser berechtigte und sinnvolle Versicherungsgedanke zu oft missbraucht, in dem zum Bsp. Vorsorge direkt mit Kapitalbildung verbunden wird.
Aber vor allem, in dem nicht die Bedürfnisse des Kunden, sondern das Umsatzziel des Versicherers und das Provisionsinteresse des Vertreters im Vordergrund stehen.
Oder gar durch reine Abzocke, wie dies oft durch Strukturvertriebe stattfindet. Hier wird am Bedarf vorbei gearbeitet und die negativen Auswirken werden zu oft verallgemeinert: Die Versicherungen zahlen doch sowieso nicht. Weil der Kunde falsch beraten und somit falsch versichert war.
Eine gute und für viele sehr nützliche Sache wird zum Negativthema, weil der Kunde nicht weiß, wem er vertrauen kann.
Es verwundert Sie, liebe Leser, sicher nicht, wenn ich empfehle:
Lassen Sie sich in Sachen Vorsorge / Versicherungen
nur von einem bei ihrer zuständigen IHK zugelassenen
Versicherungsmakler beraten und betreuen.
Mit freundlichen Grüßen
Eberhard Stopp
Inhaber der Firma Fair - Makler.com
Zur Veröffentlichung beim DRSB frei gegeben.
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E - Mail / anonymisiert
Sichere Vorsorge darf kein Luxusproblem werden
Sehr geehrter Herr Piasetzky,
Ihr Artikel vom 26. Mai 2010 ist eine Wucht. Da ist er wieder:
„DEN“ „Udo Piasetzky“
wie wir in Jahre lang liebten!
Dafür,
dass Sie uns motivierten Kunden umfassend und richtig zu beraten.
Dafür,
dass Sie uns antrieben die passenden Risikoprofile herauszuarbeiten.
Dafür,
dass Sie uns täglich für unsere Aufgaben begeisterten.
Wann endlich steigen Sie wieder mit neuen und modernen Konzepten in den Markt ein?
Wann endlich gibt es ihn wieder?
„DEN“ - „Udo Piasetzky“ -
den wir jahrelang für seine Motivationskünste verehrt haben?
Wir brauchen Sie! Die deutsche Assekuranz braucht Sie! Die Kunden brauchen Sie!
Dringender den je!
Nachfolgend unsere Telefonnummern. Nehmen Sie noch heute mit uns Kontakt auf.
Mit freundlichen Grüssen
Ihre
VERFASSER
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Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Wir kämpfen seit 22 Jahren mit der Stimme der Demokratie für einen modernen Sozialstaat, sichere, langfristige Arbeitsplätze, sinnvolle, gerechte und lernfähige Rentensysteme, sichere, gerechte und leistungsfähige Sozialsysteme und für korruptionsfreie Demokratie in Deutschland und der Europäischen Union.