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Dampf ablassen

Leserbriefe von DRSB - Lesern

Spezialausgabe zum Thema

Was taugen Umfragen zur Politik?

 

05. Juni 2010

 

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E - Mail / anonymisiert

 

Köhlers Rücktritt - Köhlers Nachfolge

 

Guten Tag Herr Piasetzky,

 

es ist in der Tat ein wenig verrückt, denn kaum etwas entfaltet im politischen Berlin eine größere Wirkung als ein normaler, freiwilliger Rücktritt.  Mir erscheint es, als wäre das „NORMALE“ aus der Mode gekommen. Jeder Rücktritt - ob nun erzwungen oder freiwillig - nimmt den Medien die populistische Luft aus den Segeln.  

Und plötzlich beschleicht uns alle in Deutschland ein unheimliches Gefühl, denn was ist der tatsächliche Grund für Köhlers Rücktritt? Für viele Bürger war er ein volksnaher Präsident. Für mich passte jedoch weder Person noch das hohe Amt zusammen.

Die Chance mit der Nachfolgerin oder dem Nachfolger eine Reparatur vorzunehmen.

Wir haben uns daran gewöhnt, Politik unter dem Aspekt des Machthungers zu ertragen, doch was man uns mit VON DER LEYEN zumuten möchte, sprengt den Rahmen der Toleranz.

Was immer Politiker tun, sie tun es nicht um des Volkes willen, sondern ausschließlich für den eigenen Machterhalt. Chance vertan!

 

Mit freundlichen Grüssen

DER VERFASSER

 

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E - Mail / anonymisiert

 

Das Horst Köhler Menetekel

 

Sehr geehrter Herr Piasetzky,

 

der freiwillige Rücktritt eines Politikers kommt immer überraschend und zur falschen Zeit.

Vielleicht hatte Horst Köhler, seit Wochen schon gedemütigt durch das Offenlegen seiner anhaltenden Erfolglosigkeit, insgeheim gehofft, mit seinen Rücktritt das persönliche Versagen übertünchen zu können.

Souveränität im Amt sieht für uns anders aus!

Horst Köhler nach seinem freiwilligen Rücktritt als moralisch feinfühligen und hoch moralischen Zeitgenossen darzustellen, ist weit gefehlt.

Denn als Staatssekretär von Theo Waigel sind ihm Milliarden aus den deutschen Sozialkassen abhanden gekommen und als IWF - Chef hat seine Tauglichkeit als willfähriger USA - Höriger unter Beweis gestellt.

Auch Horst Köhler hing an seinen diversen Ämtern und nutzte sie stets dazu, seine Neigungen zum Populismus auszuleben. Eine notwendige Kurskorrektur scheint deshalb überfällig zu sein.

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen als Favoritin für das Amt der Bundespräsidentin auszurufen und in den Medien hochzujubeln - so etwas beschädigt das Vertrauen in die Politik nachhaltig. Aber selbst dieser Fehler ist Angela Merkel zuzutrauen.

Es gibt in Deutschland andere, verdientere Persönlichkeiten, die das hohe Amt des 

Bundestagspräsidenten

besser ausfüllen könnten.

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen [ CDU ] beschädigt heute schon - ohne es wahrzunehmen - dieses höchste Staatsamt.

Namen wie

Peer Steinbrück [ SPD ] oder Norbert Lammert [ CDU ]

haben einen viel besseren Klang, obwohl beide für dieses Amt ungeeignet erscheinen.

Finanzminister Wolfgang Schäuble [ CDU ] oder sogar der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff [ CDU ], sollten ihre Ämter weiterhin ausfüllen, denn ansonsten ist der nächte beschämende und überstürzte Abgang bereits vorprogrammiert.

Nach der „Fahnenflucht“ von Horst Köhler sollte kein anderer „Absteiger des Jahres“ in das hohe Amt gewählt werden. Dagegen wäre der Jurist

Hans - Jürgen Papier,

der von April 2002 bis 16. März 2010 als Präsident des Bundesverfassungsgerichts  volksnah sein Amt ausfüllen konnte, ein geeigneter und konsensfähiger Kandidat für alle Parteien.

Die Protagonisten von CDU / CSU, SPD, FDP, DIE LINKE und Bündnis 90 / Die Grünen sollten sich im Sinne des deutschen Volkes auf

Hans - Jürgen Papier

einigen können. Alles andere führt zum Ärgernis und zu einer unkontrollierten Politikverweigerung. Zur Arbeitsministerin Ursula von der Leyen bleibt lediglich zu sagen:

„Wehret den Anfängen!“

 

Mit freundlichen Grüssen aus München

DIE VERFASSER

 

 

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Stand: 05.06.2010

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