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DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Redaktionsteam

Leitung:

Udo Johann Piasetzky Andreas Kallen Hans - Josef Leiting

Düsseldorf, den 04. Januar 2009

 

Das Wort am Sonntag

 

Zeitalter des Verdrehens?

Oder lediglich nur

Knotenpunkte der Korruption? 

 

Geschichtswissenschaftler haben die nette Angewohnheit, die Geschichte nachträglich in Abschnitte einzuteilen und diesen

„Geschichtsabschnitten“

zuordnende Namen zu geben.

In Europa sprechen wir deshalb von der

Vorgeschichte

sowie dem

Altertum, Mittelalter und der Neuzeit.

Damit man bestimmte politische Erscheinungen und Ereignisse noch genauer zuordnen kann, unterteilen Geschichtswissenschaftler die vorgenannten Zeitabschnitte in kleinere Geschichtshäppchen, damit die Entwicklungen leichter verdaulich werden.

So redet man in Fachkreisen gerne vom

Frühmittelalter oder vom Hoch- und Spätmittelalter.

Die so genannten Kunsthistoriker untergliedern zum Beispiel die Neuzeit dann noch einmal in einzelne Zeitabschnitte wie

Barock, Rokoko, Klassizismus, Romantik oder auch Biedermeier.

Reden Kenner der Stilrichtungen also vom deutschen Expressionismus und vom französischen Impressionismus weiß man sofort, welche herausragenden Merkmale diese Zeitabschnitte kennzeichneten.

 

Menschen machen Geschichte und treffen Entscheidungen einsam, zu mehreren oder manchmal auch in größeren Gruppen. Nur so wird verständlich, dass in nachträglichen Betrachtungen viele Entscheidungen als Fehlentwicklungen eingestuft werden müssen.

Ohne

die einsamen Entscheidungen von Adolf Hitler wäre vermutlich weder Nazidiktatur, zweiter Weltkrieg noch die unsägliche Judenverfolgung möglich gewesen.

Ohne

die Visionen des Feldherrn Alexander der Große wäre die so genannte Hellenisierung von großen Teilen des Mittelmeerraumes und des vorderen Orients undenkbar geblieben.

Ohne

Glasnost oder Perestrojka würde womöglich heute eine widererstarkte Sowjetunion den imperialen Fieberträumen der USA heftig kontra bieten.

Ohne

das ständige Einwirken der Mächtigen aus Washington wären in Deutschland und Europa möglicherweise echte Demokratien entstanden, die den gewählten Parlamentariern tatsächliche Entscheidungsfreiheiten lassen würden.

 

Doch die Konflikte der Zukunft haben alle Europäer bereits eingeholt.

Die stetig real ansteigende Angst  vor unüberlegten, unkalkulierten und völlig unnötigen Aktionen der Mächtigen in Washington und ihrer politischen Marionetten ist unter allen Europäern schon fast größer, als die Angst vor möglichen Anschlägen islamistischer  Terroristen.

Wie kann so etwas in Europa passieren?
Warum stoßen die USA immer öfter auf Ablehnung?

 

Diesen Fragen gehen in so genannten

Denkkreisen

- THINK TANKS -

tatsächlich einige aufgeweckte, weitsichtige Amerikaner nach. Sie wissen, dass sich in den USA ungezügelte Weltmachtgelüste und völlig kritikfreies Sendungsbewusstsein auf sehr unheilvolle Weise immer wieder aufs Neue verknüpfen.

 

Die meisten Entwicklungen und Ereignisse da draußen in der weiten Welt sind für die Mehrzahl der Bürger schwer oder schlecht zu bewerten.

Was bedeutet ein Wechsel im Weißen Haus?

Welche Folgen hat das für die deutsche Altersvorsorge?

Werden die Folgen auch mich direkt betreffen?

Quälende Fragen ohne Antworten, denn politisches Marketing, Politsonderverkäufe,

„regulärer“ Schwindel und das Verdrehen von Tatsachen haben die sachliche, zweckdienliche Aufklärung für Bürger weitestgehend ersetzt.

Die Reaktion der deutschen Politiker auf die Bedrohung durch die

organisierte Amerikanisierung

ist zum Beispiel symptomatisch.

Denn auch auf außenpolitische, militärische, finanzmarkttechnische oder wirtschaftliche Herausforderungen reagiert man in Berlin seit Jahren vergleichbar.

Verdrängend, schwerfällig, rhetorisch geschwätzig

und immer

unfähig vernünftige Entscheidungen zu treffen.

Der deutlich erkennbare ungeschickte Umgang mit den Katastrophen - Entscheidungen der Amerikaner in Afghanistan, dem Irak und die Reaktionen auf den seit Jahren wachsenden wirtschaftlichen Niedergang der USA sind nur drei Beispiele für die deutsche und europäische Handlungsunfähigkeit.

Es erscheint deshalb vielen Bürgern so, als wenn die Gefahren von den Politikern erst dann wahrgenommen würden, wenn die gewählten Volksvertreter ganz persönlich von den Katastrophen betroffen werden. Also im Normal- oder Regelfall extrem selten.

Die schonungslose Wahrheit, die täglichen Realitäten und der Überlebenskampf der Bürger werden den gewählten Volksvertretern in verträglichen und leicht verdaulichen Denkhäppchen verabreicht; quasi in der kleinst möglichen Dosierung. Das wenige, dass diese Volksvertreter dann wirklich vermittelt bekommen, ist parteitaktisch gesäubert und lässt sie die Welt durch rosarote Brillen sehen.

Wie anders

ist sonst der Ausverkauf staatlicher Leistungen zu bewerten? 

Wie anders

ist sonst der rapide Rückgang der Qualität von Kollektiv - Leistungen bei Bahn, Telekommunikation und Post zu erklären?

Wie anders

ist sonst das sklavische Festhalten an der Armuts - Agenda 2010 nachzuvollziehen?

Wie anders

ist sonst der beängstigende Anstieg von Datenklau zu tolerieren?

Ist dies nur das punktuelle Versagen der Berliner Politiker?

Natürlich nicht, denn der einzelne Politiker handelt nicht isoliert, sondern ein politisches Establishment gibt Entscheidungen nach wahltaktisch zweckmäßigen Wahrheiten vor.

Zum Beispiel wird Deutschland demnächst

Roland Koch

um jeden Arbeitsplatz kämpfen sehen, solange er sich davon Wählerstimmen erhofft. Nach der Hessenwahl wird er sich dann wieder auf dürftige Aussagen in diversen

Talk - Shows und Veranstaltungen der CDU beschränken müssen.

Koch wird nicht zum Retter von GM werden und ist sachlich betrachtet auch nicht für das Versagen der Europamanager von GM / Opel verantwortlich.

Keine nutzmehrende Entscheidung zu Gunsten der Bürger wird getroffen werden können, wenn Regierung und Opposition handlungsunfähig oder handlungsunwillig bleiben.

Die längst überfällige Debatte um das organisierte Geldverbrennen der Bürger mit der Hilfe von der so genannten

Riester - Rente,

in der Anlageform bei Versicherungskonzernen, ist zu einem alarmierenden Symptom der deutschen Politik geworden.

Obwohl Verbraucherschützer und zunehmend einige Printmedien das gigantische Problem, nach Jahren der zähen Aufklärungsarbeit des DRSB e.V., nun endlich erkannt haben, wird

in Treue fest

an der völlig untauglichen Riesterförderung festgehalten. Die nutzlosen Ratschläge an die Bürger, einen Wechsel zu Bank - Riester - Modellen zu vollziehen, beseitigt nicht die spätere kalte Enteignung durch die nachgelagerte Besteuerung, ohne die weder die Riester- noch die Rüruprente finanziert werden könnten.

Für die gutgläubigen Wechsler wird das organisierte Geldverbrennen so zum

Déjà - vu - Erlebnis.

Da hilft jetzt keine politische Schönfärberei mehr, denn die Hirngespinste von

Hans - Adalbert Rürup und seinen Helfershelfern,

mit Angst- und Panikmache die deutschen Bürger mit Riester immer tiefer in das organisierte Geldverbrennen zu treiben, scheint auf der ganzen Linie zu scheitern.

Wieder einmal wurde mit Spiegelfechtereien und gezielten Unwahrheiten der zeitliche Vorsprung verplempert, den Deutschen die Möglichkeit zu bieten nutzmehrend für ihr Alter vorzusorgen.

Nutzmehrende Altersvorsorge - Systeme sind seit 1988 verfügbar und wurden bis heute jedes Jahr vom DRSB e.V. an die jeweilige aktuelle Finanzlage der Deutschen Rentenversicherung angepasst.

Sowohl die noch amtierende Regierung wie auch die Opposition hätten in der Bevölkerung massenhaften Rückhalt, wenn sie die Einführung der nutzmehrenden

Altersvorsorge - Systeme des DRSB e.V. beschleunigen würden.

Wenn das politische Establishment in Deutschland und seine journalistischen Wasserträger ihre Blockadehaltung gegen eine nutzmehrende Altersvorsorge nicht umgehend aufgeben, wird ihnen gemeinsam das zu erwartende Grauen der Altersarmut vollumfänglich anzukreiden sein.   

Für die Geschichtswissenschaftler werden nachträglich diese

„Geschichtsabschnitte von 1989 bis 2009“,

den zuordnenden, beschönigenden Namen erhalten:

Zeitalter des Verdrehens,

obwohl nach genauer Durchleuchtung der Geschehnisse die Bezeichnung

Knotenpunkte der Korruption 

der Wahrheit näher kommen müsste.

s

             

 

DRSB

 

Wir kämpfen seit 21 Jahren mit der Stimme der Demokratie

für

einen modernen Sozialstaat,

sichere, langfristige Arbeitsplätze,

sinnvolle, gerechte und lernfähige Rentensysteme,

sichere, gerechte und leistungsfähige Sozialsysteme,

und für

korruptionsfreie Demokratie in Deutschland und der EU.

 

 

             

 

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