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DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Redaktionsteam

Leitung:

Udo Johann Piasetzky Andreas Kallen Hans - Josef Leiting

Düsseldorf, den 14. Dezember 2008

 

Das Wort am Sonntag

 

Ende des Maskenballs

Setzt der französische Staatspräsident

Nicolas Sarkozy

leichtfertig die deutsch - französische Freundschaft aufs Spiel?

 

Jahrhunderte lang

bekriegten sich Franzosen und Deutsche.

Jahrhunderte lang

starben sinnlos junge Männer beider Nationen für die Eitelkeit und das Versagen ihrer Eliten auf den Schlachtfeldern.

Jahrhunderte lang

weinten Mütter um ihre Söhne und Frauen um ihre Männer.

Jahrhunderte lang

wuchs der Hass in den Familien beider Staaten.

 

Die heutigen deutsch - französischen Beziehungen sind das erfreuliche Ergebnis der Aussöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg, zwischen Frankreich und Deutschland.

Die Grundlage dafür ist der Freundschaftsvertrag von 1963, den der große französische Staatsmann

Charles de Gaulle

mit dem deutschen Bundeskanzler Konrad Adenauer unterzeichnete.

Das noch immer von beiden Völkern liebevoll

Elysée - Vertrag

genannte Dokument besiegelte die Aussöhnung zwischen Frankreich und Deutschland. Nach Jahrhunderten sinnloser, blutiger Kriege und nutzloser Rivalität stellten beide Staaten ihr Verhältnis auf eine neue Grundlage und arbeiten seitdem politisch und wirtschaftlich sehr eng und vertrauensvoll zusammen.

Der

Elysée - Vertrag

bedeutete bis zur 49. Kalenderwoche 2008 eine Umkehr der Verhältnisse, die zunächst durch den Deutsch - Französischen Krieg von 1870 - 1871 und in der Folge von der deutsch - französischen Erbfeindschaft gekennzeichnet waren. Frankreich und Deutschland verband bis dahin eine intensive und besondere Freundschaft.

Beide Staaten stimmten eng ihre Positionen in allen wichtigen politischen Fragen miteinander ab.

Insbesondere in der Europapolitik hatten beide Staaten eine Vorreiterrolle eingenommen. Die Einführung der gemeinsamen europäischen Währung Euro und die Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik ging von deutsch - französischen Initiativen oder von französisch - deutschen Initiativen aus.

Seit dem Beginn dieser fruchtbaren Initiativen und Kooperationen, die von Charles de Gaulle angestoßen wurden, haben sich die jeweils amtierenden Staats- und Regierungschefs der beiden Staaten regelmäßig auch privat getroffen und ausgetauscht. Bis auf wenige Ausnahmen bildeten sich immer so genannte Pärchen.   

Die menschlichen und politischen Kontakte zwischen Bundeskanzler

Ludwig Erhard - 1963-1966 - und Kurt Georg Kiesinger  - 1966-1969 –

mit Staatspräsident de Gaulle - 1958-1969 - waren nicht so sehr von Wärme und Vertrauen geprägt.

Auch das Verhältnis des SPDlers Willy Brandt  - 1969-1974 - mit dem französischen Staatspräsidenten Georges Pompidou - 1969-1974 -, beschränkte sich auf die sachlich kühle Zusammenarbeit im Tagesgeschäft der Politik.

 

Erst dem SPDler und Atlantik - Brücken - Mitglied Helmut Schmidt gelang es mit

Valéry Giscard d'Estaing

ab dem Jahr 1974 die bis dahin abgekühlten Beziehungen wieder wesentlich herzlicher und produktiver zu gestalten. In eng kooperierenden Arbeitsgruppen wurde vertrauensvoll die Bildung des Europäischen Währungssystems sowie die Direktwahl des Europäischen Parlaments 1979 vorbereitet.

Nachdem 1984 die beiden Symbolfiguren

François Mitterrand und Helmut Kohl

gemeinsam das symbolträchtige Schlachtfeld von Verdun besuchten, bewirkten beide Staatsmänner die Entstehung des deutsch-französischen Sicherheits- und Verteidigungsrats sowie des Wirtschafts- und Finanzrats.

Beide plädierten für eine einheitliche europäische Außen- und Sicherheitspolitik.

Auch für die Entstehung des europäischen Binnenmarktes im Zusammenhang mit dem Vertrag von Maastricht zeichnen

François Mitterrand und Helmut Kohl

verantwortlich.

Selbst der Regierungswechsel zu Rot / Grün konnte die intensiven Beziehungen beider Staaten nicht eintrüben.

Jacques Chirac

und der SPDler Gerhard Schröder führten die auf die Schiene des Vertrauens gesetzte Arbeit fort.

Die Treffen dieser beiden Staats- und Regierungschefs mündeten sogar in die informellen so genannten

Blaesheim - Treffen.

Im Oktober 2003 ließ sich der SPDler Gerhard Schröder sogar von

Jacques Chirac

bei einer Sitzung im Europäischen Rat vertreten. Bis zur 49. Kalenderwoche 2008 gab es regelmäßig Zeichen der wirklichen Aussöhnung mit Frankreich.

Das Deutsch - Französische Jugendwerk ist möglicherweise die beste Basis für eine zukünftig positivere Gestaltung der Beziehungen, denn dass Frankreich noch Deutschlands größter und bedeutendster Handelspartner ist, kann sich relativ schnell ändern.

Vermutlich hat der französische Staatspräsident

Nicolas Sarkozy

völlig vergessen, dass in den USA vor nicht all zu langer Zeit französische Weine auf die Straße geschüttet und andere französische Agrar- und Industrieprodukte wochenlang boykottiert wurden.

Oder ist das sogar der Grund dafür, dass sich Sarkozy in Washington über Gebühr anbiedert, weil seine Freunde aus der französischen Wirtschaft größere Umsatzverluste in den USA fürchten, wenn wann nicht willfährig die Wünsche der Amerikaner befolgt?

 

Nachdem nun mehr als 15 Jahre englische, französische und amerikanische Fondssysteme das Sauer verdiente Geld der deutschen Bürger aus Deutschland abgesaugt haben und auf „Nimmerwiedersehen“ verschwinden ließen, wollten der britische Premier

Gordon Brown, der EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso

und natürlich Frankreichs Staatschef

Nicolas Sarkozy

am 08. Dezember 2008 über die internationale Finanzkrise und deren Lösungen sprechen.

Ausgerechnet diejenigen, die durch das politische Versagen oder ihre Untätigkeit der

US - Finanzkrise bis heute Vorschub leisten und das Finanzdesaster zu einer

Kapitalismuskrise

wachsen ließen, fühlen sich berufen die Miesere zu beseitigen?

Aufmerksame Zeitungsleser erinnern sich noch daran, dass

Gordon Brown, José Manuel Barroso und Nicolas Sarkozy

noch im Jahr 2006 / 2007 Deutschland als das Schlusslicht in Europa bezeichneten und mehr deutsche Anstrengungen und Leistungen einforderten, während die Volkswirtschaft in England langsam aber sicher vor die Hunde ging und auch Frankreich sich nicht mit ökonomischen Ruhm überschütten konnte.  

 

Es ist gerade die unverkennbare absolute Stärke der deutschen Volkswirtschaft, die die US - Finanzkrise, wie ein Fels in der Brandung, recht schnell und klaglos überstehen wird. 

Aufgrund dieser unverrückbaren Tatsache entwickelt sich beim britische Premierminister Gordon Brown und bei Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy

verständlicherweise das Gefühl von Neid und Missgunst, so dass erklärbar erscheint, warum man die deutsche Bundeskanzlerin nicht mit am Tisch haben wollte.

 

Allerdings, und das wissen die drei Staatsmänner sehr genau, brauchen sie auch in Zukunft das Geld der Deutschen zum Überleben. Das trifft im Besonderen auf die Briten zu, die sich in sklavischer Abhängigkeit zu den USA bereits in der Zeit des  

Thatcherismus

entschlossen haben ihre bis dahin eigenständige Industrie und Volkswirtschaft zu eliminieren.

Auch

José Manuel Barroso

sollte sich darüber im Klaren sein, dass er ohne die großzügigen deutschen Zahlungen in die EU - Kasse das Modell - Europa auf Sparflamme kochen muss.

Warum also so heftig von den drei Protagonisten des Mittelmaßes zusätzliche deutsche Konjunkturprogramme gefordert werden liegt auf der Hand.

Denn nur mit solchen Geldern hofft der Brite Brown, könne er sich noch zur nächsten Wahl retten.

Und der Franzose Sarkozy glaubt womöglich noch daran mit solch unterwürfigen, dubiosen Aktionen das Wohlwollen des nächsten US - Präsidenten erhaschen zu können.

Nicolas Sarkozy sei empfohlen die DRSB - Artikel - Serie

Die Nachwehen der US - Kriege

einmal gründlich zu studieren.

Denn ohne deutsches Geld geht gar nichts in Europa. Wenn also deutlich erkennbar Frankreichs Staatschef

Nicolas Sarkozy

die über Jahrzehnte gewachsene deutsch - französische Freundschaft, für billige Interessen der Briten und Amerikaner aufs Spiel setzen möchte, sollten vorübergehend alle Zahlungen an die EU eingestellt werden.

 

Mit den eingesparten Geldern können in Deutschland Kindertagesstätten, Schulen und Universitäten sofort sinnvoll gefördert werden.

Eine direkte Investition in die deutsche Zukunft.

Eine direkte Investition in den deutschen Mittelstand.

Eine direkte Investition in die wirklichen europäischen Interessen.

 

Womöglich aber erkennen verantwortungsbewusste französische Politiker frühzeitig die Gefährlichkeit der Handlungen ihres Staatspräsidenten und setzen dem

Maskenballs von Nicolas Sarkozy,

zum Wohle der deutsch - französischen Freundschaft, ein Ende.

 

             

 

DRSB

 

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