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DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Redaktionsteam

Leitung:

Udo Johann Piasetzky Heinrich Sternemann Hans - Josef Leiting

Düsseldorf, den 11. Januar 2010

 

 

Die Kommunikationsverweigerer

 

Insolvenzen kleinerer und mittlerer Unternehmen werden das Wirtschaftsszenario in unserer Heimat in diesem Jahr prägen.

Der vom DRSB e.V. voriges Jahr prognostizierte moderate Aufschwung reicht bedauerlicherweise für viele nicht aus, um zu überleben.

Besonders hart trifft es höchstwahrscheinlich die deutschen Zulieferfirmen in der Automobilindustrie und die traditionellen Anlagen- und Maschinenbauer.

Es ist also wie man so schön sagt:

Gefahr im Verzug“.

Denn zwischen dem Erfolg und dem Versagen liegt manchmal nur ein äußerst schmaler Grat, wie es das vergangene Jahr an vielen Beispielen deutlich gezeigt hat.

Doch was kann die deutsche Job - Maschine retten?

Bekanntlich umfassen die kleinen und mittleren Unternehmen in unserer Heimat

mehr als 99% aller umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen.

Noch immer

sind dort rund 67% aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten angestellt.

Noch immer

werden dort circa 39% aller Umsätze erwirtschaftet.

Noch immer

bildet dieses Rückgrat der deutschen Wirtschaft stabile 85% aller Lehrlinge aus.

Beeindruckende Zahlen, die den Menschen in unserer Heimat jahrelang Wohlstand und soziale Sicherheit bescherten.

Doch was macht die deutsche Job - Maschine falsch?

Wird zu schlecht oder zu wenig produziert?

Sind die Kosten zu hoch?

Haben die Unternehmen die falschen Produkte?

Oder:

Hapert es gar an der durchlässigen Kommunikation?

Schenkt man den Besitzern von PR - Agenturen sowie den Print- und TV - Medien Glauben, so haben viele Besitzer oder Manager in kleineren und mittleren Unternehmen ein großes

Kommunikationsproblem.

Aber schafft durchlässige und

globale Kommunikation sichere Arbeitsplätze?

Sind die Besitzer oder Manager in kleineren und mittleren Unternehmen böswillige und hartnäckige Presseverhinderer?

Selbst in unserer globalisierten Welt sind die meisten kleineren und mittleren deutschen Unternehmen, die oftmals sogar Weltmarktführer sind, einer breiten Öffentlichkeit völlig unbekannt.

Die Öffentlichkeitsarbeit [ Public Relations ] beschränkt sich deshalb auf die Bereiche

Produkte, Innovationen, Preise und Standort.

Die Produkte „made in Germany“ sind in vielen Fällen völlig konkurrenzlos, da sie immer zeitnah mit Innovationen angereichert werden.

Die Preise entsprechen dem Weltmarktniveau und sind global gesehen überall wettbewerbsfähig.

Sonst würde niemand diese Produkte kaufen!

Erfolgreich arbeitende kleinere und mittlere deutsche Unternehmen sind meistens im Umkreis ihres Standortes von rund 50 Kilometern bestens bekannt. Wenn es sich um reine Familienunternehmen handelt, engagieren sich die Familienmitglieder sehr oft in Heimat-, Sport- oder Schützenvereinen.

Öffentlichkeitsarbeit ist für Familienunternehmen immer gleichzusetzen mit sozialer Verantwortung und Verbundenheit mit den Menschen in der Region.

Die Bereitschaft, negative wie auch positive Meldungen zu ihren Unternehmen zu kommunizieren, ist meistens gering ausgeprägt und wird oftmals nur von der lokalen Presse verfolgt.

So werkelt man nun schon seit 64 Jahren erfolgreich in unserer Heimat vor sich hin und hat sich bis heute als Rückgrat der deutschen Wirtschaft weder als

Kommunikationsverweigerer noch als Kommunikationsverhinderer

gesehen.

Ein Dorn im Auge von so genannten

Krisen- und Kommunikationsberatern,

die die oftmals finanz- und zahlungskräftigen kleineren und mittleren Unternehmen sehr gerne schröpfen möchten.

Und schaut man hinter die Kulissen dieser PR - Agenturen, so verbergen sich dort sehr häufig ehemalige Journalisten von Print- oder TV - Medien, die begierig darauf aus sind, sich ein neues Klientel zu schaffen.

Gesagt - getan!

Zunächst hat man mit der willfährigen Hilfe der Kollegen von den Medien ein Horrerbild von den so genannten

Presseverhinderern

erzeugt und versucht nun schon seit Monaten völlig schmerzfrei ein Ranking von Musterschülern und Unbelehrbaren zu erstellen.

Die prekäre Methode ist denkbar einfach:

Diejenigen Unternehmen, für die man bereits tätig ist, werden in den Medien herausgestellt und hochgejubelt.

Bei den hartnäckigen Verweigerern sucht man nach bester

Trüffelschwein - Manier

nach Negativem, dass dann natürlich in Print- und TV - Medien genüsslich breitgetreten wird.

Wer ins Visier der Kundenfänger gerät, ob nun Birkel oder auch Lidl, ist den so genannten 

Krisen- und Kommunikationsberatern

völlig gleichgültig, wenn nur genug „Kohle“ bei den Deals herausspringt.

Das durch solche fragwürdigen „Akquisitionsmethoden“ sichere Arbeitsplätze vernichtet werden, oder wie im Fall von Klaus Birkel ein Familienunternehmer seine Firma verliert, scheint diesen von Ethik und Moral befreiten 

Krisen- und Kommunikationsberatern

nur recht zu sein.

Denn wer als deutscher Unternehmer das böse Spiel nicht mitspielen möchte, wird gnadenlos als ewig Gestriger und hartnäckiger Presseverhinderer denunziert und in den Medien mit durchsichtigen Artikeln und Scheindebatten platt gemacht.

Das Patentrezept funktioniert bereits so gut, dass in einigen Unternehmerkreisen die Angst umgeht, man könnte das nächste Opfer werden.

Das Internet ist dabei eine gewaltige Plattform und wirkt durch professionelle Agitatoren quasi wie ein Brandbeschleuniger, weil man den Druck auf kleinere und mittlere Unternehmen nach Belieben steuern und exponentiell erhöhen kann.

Krisen- und Kommunikationsberater

gerieren sich dann als so genannte Gutmenschen, die den Betroffenen sichere Hilfe vorgaukeln.

Auch so kann man sich einen neuen Markt erschaffen.

Doch bei genauer Durchleuchtung fällt sofort auf, dass jeder öffentlich gemachte Skandal oder jede Wirtschaftskrise andere Ursachen haben kann und dadurch die Dynamik der Wirkung immer unterschiedlich ausfallen muss.

Ein Patentrezept mit standardisiertem Ablaufschema wird es also niemals geben können.

Sicherlich ist es für kleinere und mittlere Unternehmen wichtig, ihr so genanntes kommunikatives Umfeld zu pflegen und auf ihre wirtschaftliche Glaubwürdigkeit zu achten.

Doch wenn das soziale und wirtschaftliche Umfeld gesund ist und die Produkte dem Qualitätsanspruch

made in Germany

voll gerecht werden, muss sich kein Unternehmen in unserer Heimat vor infamen Angriffen fürchten.

Selbst wenn professionelle, bestellte und bezahlte

Miesmacher

nur so mit Dreck und unbewiesenen Behauptungen um sich schmeißen, bleibt ein Unternehmen überlebensfähig durch seine Produktqualität oder die Qualität seiner Dienstleistung.

Man muss nicht auf jede Dreckschleuderattacke mit medial gesteuerter Kommunikation antworten.

Oftmals reicht es völlig aus, den eigentlichen Ursachen auf den Grund zu gehen, sie zu lokalisieren und juristisch gekonnt zu eliminieren.

Wer so sein Unternehmen verteidigt, wird auch in Zukunft nicht als  

 Kommunikationsverweigerer noch als Presseverhinderer

zu diffamieren sein.

 

 

DRSB

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Stand: 11.01.2010

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