DRSB
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Redaktionsteam
Leitung:
Udo Johann Piasetzky • Heinrich Sternemann • Hans - Josef Leiting
Düsseldorf, den 06. Juli 2009
Geld für alle ohne Arbeit
Wer in der heutigen Zeit einen sicheren Arbeitsplatz hat, gehört zu den Privilegierten in unserer Gesellschaft.
Alle anderen Menschen fühlen sich verstoßen und ausgegrenzt. Besonders am 1. Mai jedes Jahres beschwören die deutschen Gewerkschaften den hohen Grad der Wichtigkeit der Arbeit.
Denn Arbeit regiert täglich unser Leben. In den Köpfen der Politiker werden längst die Bürger in drei Klassen eingeteilt,
Arbeitsplatzbesitzer, Hartz - IV - Empfänger
und all jene,
die keine Erwerbsmöglichkeit mehr haben oder bekommen.
In den schönsten Sonntagsreden versprechen Politiker und Gewerkschaften, dass sie zukünftig sichere Arbeitsplätze schaffen wollen, die den Bürgern ein Leben lang Schutz geben, damit sie auch immer pünktlich Steuern und Sozialabgaben bezahlen können.
„Arbeit, Arbeit, Arbeit über alles“
lautet das Credo der Protagonisten aus Politik und Gewerkschaften schon seit Jahren.
Doch was passiert wirklich in Deutschland?
Statt sichere Langzeitarbeitsplätze zu schaffen, rücken die deutschen Parteien angesichts begrenzter materieller Ressourcen die Frage in den Mittelpunkt:
Wer versorgt werden sollte und noch könnte.
Bündnis 90 / Die Grünen erzeugen sogar ein Klima, dass diejenigen, die in existentielle Not geraten sind, selber schuld sein sollen, weil sie nicht arbeiten wollen. Aus dieser Grundüberlegung arbeiteten die Grünen besonders fleißig an der
Armutsagenda 2010
mit.
Wie gehen unsere Politiker
mit Bürgern um, die vermeintlich trotz Arbeitsfähigkeit auf Kosten ihrer Mitmenschen leben?
Dieser Frage geht der DRSB e.V. seit seiner Gründung gezielt nach und durchleuchtet ständig die wahren Absichten, die hinter den politischen Entscheidungen stehen könnten.
Heutzutage ist man immer sehr schnell mit dem Argument zur Hand, dass wir in Deutschland eine völlig anderes Armutsszenario haben als vor 150 Jahren.
Auf den ersten Blick scheint dieser rhetorische Trick zu verfangen, denn wenn man sich die Bilder von Armut vor 150 Jahren vor Augen führt, sieht man hungernde und verdreckte Kinder sowie herunter gekommene, abgemagerte Arbeitsuchende.
Dieses klassische Klischee wird dialektisch missbraucht, um von den Problemen abzulenken.
Sicherlich sind heute kaum noch Kinder verdreckt und gesundheitsbedenklich abgemagerte Bürger findet man unter den Arbeitslosen seltener.
Wer aber genauer hinschaut, entdeckt bestimmte Ähnlichkeiten in der Grundproblematik von Armut heute sowie vor 150 Jahren.
Es mag den meisten Politikern nicht eingehen wollen, aber das Grundproblem bei der Armut bleibt:
Wenn Bürger über mangelnde Arbeitsmöglichkeit in eine Lage katapultiert werden und am normalen sozialen Leben nur noch in eingeschränkten Maße teilhaben dürfen, dann haben wir in Deutschland keine punktuelle, relative Armut mehr, sondern befinden uns auf dem direkten Weg in ein Armutschaos.
Verdreckte Kinder, minderwertige Kleidung
sowie
menschenunwürdige Wohnverhältnisse
sind dann lediglich eine Frage der Zeitachse, denn vor allem Arbeitslosigkeit führte - auch früher schon - geradewegs in solche Sozialdesaster.
Es fängt eigentlich immer mit den gleichen Symptomen an:
Kinder haben kein Geld,
an Klassenfahrten teilzunehmen oder hungern, wenn andere genüsslich ins Pausenbrot beißen.
Statt tatkräftig zu helfen ziehen, sich selbst christlich ausgerichtete Gewerkschaftler sehr gerne auf den Kirchenvater Paulus zurück, der einst predigte,
„Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“.
Sie stoßen dabei auf die Zustimmung vieler Menschen, die aus Unkenntnis oder falsch verstandener christlicher Lehre diese Aussagen noch heute unkritisch unterschreiben würden.
Dabei wird die bezogene Bibelstelle eher pharisäerhaft von den heutigen Protagonisten ausgelegt.
Es geht in der Bibel
um einen spirituellen Kontext, der die spirituelle Arbeit und das Brot der Erkenntnis bezeichnet.
Und es geht nicht, wie es einige Gewerkschaftler, die SPD und die neue Linke gerne auslegen, um Arbeit mit Hammer und Sichel.
Es ist also töricht, diese Bibelstelle in ihrer spirituellen Erkenntnisanleitung durch Paulus betriebswirtschaftlich oder politisch umzudeuten und sinnentfremdet zu interpretieren.
Wer allerdings eine solche betriebswirtschaftliche, politische Umdeutung betreibt, überführt sich selbst in doppelter Weise und zeigt auf, wie ideenarm man ist und wie äußerst oberflächlich man mit dem gesellschaftsrelevantenThema der Armut umgehen möchte.
Auch die im politisch schwarzen / gelben Lager gern verwendete calvinistische Bezeichnung
würdiger Armer oder Sozialschmarotzer
charakterisiert weder die Würde der Armut, noch zeigt sie auf, dass man tatsächlich bemüht ist, Verantwortung für die Betroffenen zu übernehmen.
Eher schon stempeln beide Begriffe Arbeitslose, wie schon im Mittelalter gebräuchlich,
zu prekären Almosenempfänger ab, für deren Seelenheil man besser beten sollte.
Was aber sind die wahren Gründe dafür, dass sich SPD und Bündnis 90 / Die Grünen vom Prinzip der staatlichen Gegenleistung mit der Armutsagenda 2010 lösen wollten?
Ist ein funktionierender Staat
nicht in jedem Fall für seine Bürger verantwortlich?
Deutschland erlebt seit dem rot / grünen Regierungsversuch gegenwärtig eine partielle Rücknahme des Sozialstaates, der für alle da sein sollte, zugunsten des älteren Prinzips der Gegenleistung, das streng unterscheidet, wer noch der Hilfe würdig erscheint und wer nicht.
Dieses härtere soziale Klima einer Bürgerselektion trifft zunächst nur die sozial Schwachen im Lande, bis die kalte Armutswelle auch andere Gesellschaftsgruppen erreicht.
Hinzu kommt, dass neoliberale Kräfte sehr gerne in Krisenzeiten die objektiven wirtschaftlichen Schwierigkeiten den Verlierern subjektiv anlasten möchten.
Quasi nach dem fatalen Motto:
„Wer keine Arbeit findet,
ist faul, ungebildet und selber schuld an seiner Situation“.
Wie könnten die Bürger dieser Moralisierungsfalle entkommen?
Wohl am ehesten dadurch, dass man eine hörbare politische Stimme findet, die die Vorgänge durchleuchtet, zurechtrückt und die Interessen aller Bürger vertritt.
Deshalb ist das erklärte Ziel des DRSB e.V.
die Vermeidung von Armutsrisiken, die Förderung von Familien mit Kindern sowie die Beseitigung der ganz offensichtlichen Ungerechtigkeiten im heutigen deutschen Gesellschaftssystem.
Wodurch kam es zur Langzeitarbeitslosigkeit?
Warum wurde Deutschland systematisch deindustrialisiert?
Wieso werden immer noch
deutsche Arbeitsplätze in Billiglohn - Länder verlegt?
Müssen deutsche Automobile oder
andere Wirtschaftsgüter zwingend im Ausland produziert werden?
Diesen und anderen Fragen sind die DRSB - Rechercheteams täglich auf der Spur und finden Antworten und Wahrheiten, die man kaum für möglich gehalten hätte.
Über den so genannten Club der Bilderberger berichtete der DRSB e.V. im Rahmen seiner Artikelserien.
Das Hauptmerkmal dieser Vereinigung aus Wirtschaft, Politik und Medien ist, dass diese so genannten Bilderberger ein postnationales Zeitalter anstreben, in dem es keine Länder mehr gibt, sondern nur noch Regionen auf der Erde, die durch eine Klammer von universellen Werten zusammengehalten werden kann.
Eine von den Mitgliedern der Bilderberger auserwählte Weltregierung soll dann sicherstellen, dass die formulierten Ziele dieser Vereinigung in allen Staaten der Welt Anwendung finden. Hierüber gibt es ausreichend kaufbare Literatur, so dass der
DRSB e.V. in diesem Artikel auf eine Vertiefung des Themas vorläufig verzichtet.
Damit die Vorstellungen der Bilderberger reale Formen annehmen konnten, musste man eine Gleichschaltung von willfährigen Menschen erreichen und eine konsequente Deindustriealisierung in den führenden Wirtschaftsnationen in Gang setzen.
Durch die tatkräftige Unterstützung des
CFR
Council on Foreign Relations
gelang es nach und nach in allen führenden Wirtschaftsnationen so genannte
Atlantik - Brücken - Vereine
zu installieren, deren Mitglieder gezielt in politische oder Wirtschaftsämter gehievt wurden. Über dieses Netzwerk war und ist man in der Lage, wirtschaftliche oder politische Prozesse in Gang zu setzen und zu steuern. Von der Öffentlichkeit unbemerkt wurden zunächst die USA von einer Industrienation zum Dienstleistungsland degradiert.
Namen wie Milton Friedman oder Noam Chomsky dürften den DRSB - Lesern geläufig sein, denn diesen beiden Professoren kam dabei eine Schlüsselrolle zu.
Quasi durch Schocktherapie und Gehirnwäsche wurden die USA umgebaut.
Nachdem dieser entscheidende Schritt gelungen war, mussten auch die westlichen Industrienationen nachziehen.
Jetzt wird womöglich vielen DRSB - Lesern verständlich, warum das Ruhrgebiet völlig demontiert wurde und noch heute Arbeitsplätze und Produktionsanlagen aus Deutschland ausgelagert werden sollen.
Durchleuchtet man die Top - Akteure aus Politik, Wirtschaft und Medien, so fällt direkt auf, dass alle entweder im Club der Bilderberger, der Atlantik - Brücke oder in anderen amerikanischen Vereinigungen Mitglied sind.
So etwas sollte keinen DRSB - Leser mehr verwundern, denn zum Beispiel nach der Gründung des
CFR
Council on Foreign Relations
im Jahr 1921 in Paris scheute man sich nicht, die wahren Ziele in der Presse zu verkünden.
Zitat - Auszug - des Amerikaners Klingman Brewster:
„Unser nationales Ziel sollte sein, die amerikanische Nationalität
abzuschaffen und einige Risiken in Kauf zu nehmen, um auch andere einzuladen, ihre Souveränität mit der unseren zusammenzulegen“.
[ Anmerkung der DRSB - Redaktion: Natürlich unter Führung der Bilderberger ]
Zitat - Auszug - Ende.
Nachzulesen in der offiziellen Vierteljahreszeitschrift Foreign Affairs des CFR.
Der Originalartikel trägt die Überschrift
Reflections on our National Purpose
[ Überlegungen über unseren nationalen Zweck ]
und wurde auch ins Internet gestellt.
Dazu musste man jede Vollerwerbsgesellschaft in den Industrienationen untergraben, um vom Staat abhängige Menschen zu produzieren. Das destabilisierte die systematische integrierte Arbeit und öffnete die Ohren der Bürger für die prekäre und zynische Idee eines so genannten Grundeinkommens ohne Arbeit.
Denn wer ein Grundeinkommen bezieht, kann auch dafür soziale Aufgaben übernehmen. So ein Grundeinkommen deckt, aus der Sicht der Bilderberger, alle grundlegenden Bedürfnisse ab.
Wer jetzt schon Parallelen
zur Armutsagenda 2010 entdecken sollte befindet sich auf dem richtigen gedanklichen Weg.
In den USA sollte Professor Milton Friedman und in Europa der neoliberale Vordenker Ralf Dahrendorf diese äußerst radikalen Bilderberg - Gedanken in die Bevölkerung treiben.
Doch zuvor muss vor allem dem unerschütterlichen Mythos der nutzmehrenden Erwerbsarbeit mit fragwürdigen Argumentationen die Grundlage entzogen werden.
Erst danach könnte der Boden dafür bereitet sein, ein so genanntes
„solidarisches Bürgergeld“
einzuführen, dass angeblich jeden Sozialstaat erheblich reduzieren soll.
Der von einigen Politikern geforderte Monatsbetrag von einheitlich 500,00 Euro setzt sich aus dem aktuell geltenden Freibetrag für das sächliche Existenzminimum [ 322,00 Euro ] und dem Freibetrag für die Betreuung, Erziehung und Ausbildung [ 180,00 Euro ] zusammen.
Ja, ja
solche Überlegungen gibt es schon in Deutschland bei der SPD und Bündnis 90 / Die Grünen.
Die Sache hat nur zwei entscheidende Haken:
1.
Dem unerschütterlichen Mythos der nutzmehrenden Erwerbsarbeit konnte selbst mit den haarsträubendsten Argumentationen in Deutschland noch nicht die Grundlage entzogen werden.
2.
Ausgelöst durch die US - Immobilienkrise und dem folgenden Zusammenbruch der
US - Wirtschaft wird immer klarer erkennbar, wie marode das amerikanische Wirtschaftsmodell und wie anfällig die amerikanische Gesellschaft wirklich ist.
Hinzu kommt, dass ältere Langzeitarbeitslose, die in Hartz IV einfach wie alle anderen Arbeitslosen behandelt wurden, die deutsche Bevölkerung aufschreckten, weil diese Behandlung von Bürgern als schreiende Ungerechtigkeit wahrgenommen wird.
Gemäß Müntefering, Lafontaine, Fischer und Roth reichte es nicht mehr aus, dass man deutscher Bürger ist und damit den Anspruch hat, ein bestimmtes Minimalniveau an Leistungen zu empfangen, was bis zu Hartz IV ein menschenwürdiges Leben sichern konnte und einen befähigen sollte, am politischen und gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, sondern man muss darüber hinaus bestimmte Leistungen erbringen, was in dieser menschenverachtende zynische Parole vom
Fördern und Fordern,
zum Ausdruck gebracht wurde.
Die
Armutsagenda 2010,
entwickelt in der Hartz IV - Kommission und begleitet durch die Süssmuth - Kommission, leistete somit ganz im Sinne der Bilderberger Vorschub für eine möglicherweise gewollte
Armutspolitik.
Eine konsequente Armutsbekämpfung wurde flankierend durch die Deindustriealisierung Deutschlands zusätzlich behindert.
Bedauerlicherweise finden vergleichbare Entwicklungen in allen westlichen Industrienationen statt, in denen Mitglieder der Atlantik - Brücken - Vereine noch das Sagen haben.
Die Parole vom
„Geld für alle ohne Arbeit“
könnte womöglich dadurch dazu führen, dass die Bilderberger ihr ausgegebenes Ziel von einer alles beherrschenden Weltregierung doch noch in Reichweite sehen.
DRSB
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