DRSB
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Redaktionsteam
Leitung:
Udo Johann Piasetzky • Heinrich Sternemann • Hans - Josef Leiting
Düsseldorf, den 16. Dezember 2009
Riester - Rente
vernichtet
Mittelstand in unserer Heimat
Wie ein Blitzschlag zuckte am 20. November 2009 die Eil - Meldung durch die deutsche und europäische Versicherungswirtschaft, dass der Schweizer Versicherungskonzern
Swiss Life
die Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Dr. h.c.
Hans - Adalbert Rürup
auf eine andere Basis gestellt hat.
Das überraschte die Mehrheit in unserer Heimat, denn erst am 01. April 2009 trat der Darmstädter Professor seinen Dienst beim Tochterunternehmen AWD an.
Angeblich möchten die Schweizer Assekuranzler dem Deutschen Professor nur die Chance bieten, nun auch für andere Versicherungsgesellschaften in der Welt tätig zu werden.
Musste
Swiss Life bereits nach 8 Monaten feststellen,
dass Hans - Adalbert Rürup sein Honorar nicht wert war und sich in Zukunft kaufmännisch nicht mehr „rechnen“ wird?
Musste
Swiss Life bereits nach 8 Monaten feststellen,
dass der Personenkult um den Namen „Bert“ Rürup langfristig dem Ansehen des gesamten Konzerns Schaden zufügen könnte?
Musste
Swiss Life bereits nach 8 Monaten feststellen,
dass die gescheiterten privaten Rentenmodelle wie Pech am Konzern hängen bleiben könnten?
Musste
Swiss Life bereits nach 8 Monaten feststellen,
dass mit dem Namen „Bert“ Rürup der Fortbestand des eigenen Konzerns in die wirtschaftliche Gefährdungsstufe 1 geraten ist?
Musste also
Swiss Life bereits nach 8 Monaten die Reißleine ziehen,
um noch weiter unbeschadet am deutschen Altersvorsorgemarkt teilnehmen zu können?
Möglicherweise sieht sich Swiss Life schon bald einer gigantischen
Rückabwicklungswelle der vermittelten Riesterverträge
ausgesetzt, da der Strukturvertrieb des AWDs die Riesteropfer nicht auf die Berufsfalle der invaliden Altersvorsorgemodelle hingewiesen hat?
Wie will die Swiss Life die „eingekauften“ wirtschaftlichen Risiken aus den versteckten und hinterlistigen Fallen der rürupschen Rentenreformen auf die gesamte deutsche Versicherungs- und Bausparbranche umverteilen?
Aus welchen Grund
wurde tatsächlich die Notbremse gezogen?
Eigentlich müsste der Schweizer Versicherungskonzern zur Aufrechterhaltung der untauglichen privaten Rentensysteme den Protagonisten „Bert“ Rürup weiterhin auf dem Silbertablett durch die Lande tragen.
Doch welche europäische Versicherungsgesellschaft möchte in Zukunft noch mit dem Namen
Hans - Adalbert Rürup
in direkte Verbindung gebracht werden?
Viele Menschen in unserer Heimat, besonders die Versicherungsvermittler, erinnern sich noch sehr gut an die schriftlichen Äußerungen des Darmstädter Professors gegenüber dem DRSB e.V.
Zitat / Auszüge aus dem Rurüp - Brief:
„Da ich nicht als Rentenberater tätig bin,
sehe ich mich nicht in der Lage, Ihre Frage nach einer
sinnvollen Altersvorsorge für einen jungen Arbeitnehmer, der sich in noch nicht bestimmter Zeit nach Beendigung seiner Meisterprüfung selbständig machen möchte, zu beantworten“.
Zitat Ende.
Wer einen Wechsel aus dem Elfenbeinturm der Wissenschaften in die freie Wirtschaft mit solchen Aussagen einläutet, darf sich nicht wundern, dass seine offensichtlich fehlende Praxistauglichkeit auf den Prüfstand gestellt wird.
Wenn aber selbst der „geistige Vater“ der privaten Altersvorsorge - Modelle
„Riester“ und „Rürup“
die einfache DRSB - Frage nicht beantworten kann, wie sollen dann rund 248.000 Versicherungsvermittler in unserer Heimat nach seinen invaliden Modellen ihren Kunden eine sinnvolle private Altersvorsorge empfehlen können?
Oberflächlich betrachtet, sollte mit den Riesterrenten - Modellen nur eine zusätzliche private Altersvorsorge für die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten geschaffen werden.
Vorrangiges Ziel dieser Renten - Modelle war es, aufgrund der paritätischen Aufteilung der Aufwendungen für die gesetzliche Rentenversicherung zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern, den Arbeitgeberanteil nach oben hin zu begrenzen.
Die zusätzlichen Aufwendungen für die zwingend notwendige private Altersvorsorge sollten ausschließlich die Arbeitnehmer tragen.
Zum kaschieren der Berufsfalle wurde einige Jahre später die Rüruprente für die Berufs- gruppe der Selbständigen kreiert.
Seit dem Kalenderjahr 2005 stehen sich die untauglichen rürupschen Rentenmodelle unverträglich gegenüber.
Problemlos funktioniert die
Riesterrente
nur dann, wenn ein Arbeitnehmer auch immer Arbeitnehmer bleibt und über Jahre hinaus ein regelmäßiges Arbeitseinkommen erzielen kann.
Obwohl bei genauer Durchleuchtung die „großzügigsten“ staatliche Zulagen ausschließlich für prekäre Beschäftigungsverhältnisse [ Leiharbeit / 1 Euro - Jobs / Geringverdiener ] geschaffen wurden.
War dies in Wahrheit
das eigentliche Hauptziel der Riesterrente?
Eine zurzeit noch rein hypothetische Zielsetzung, da die meisten Erwerbsbiographien der Menschen in unserer Heimat noch anders aussehen.
Ein wirklich sinnvolles und nutzmehrendes privates Altersvorsorgesystem für alle Deutschen kann aber nur aus einer einzelwirtschaftlichen Betrachtungsweise heraus funktionieren, dass in jeder denkbaren Erwerbs- und Lebensphase alle Elemente eines Altersvorsorgesystems harmonisch ineinandergreifen lassen.
Sollte so etwas nicht auch ein erfahrener Professor wissen?
Wie soll ein Arbeitnehmer nach Jahren seine private Altersvorsorge sinnvoll weiterführen können, wenn er sich dazu entschließt, eine selbständige Existenz aufzubauen?
Soll dann ein ehemaliger Arbeitnehmer ohne weiteren Anspruch auf Riesterzulagen seine private Altersvorsorge fortführen und diese im Ruhestand auch noch voll versteuern müssen?
War es also doch reine Vernebelungstaktik von
Hans - Adalbert Rürup,
als er am 14. März 2007 in Gummersbach die Öffnung der Riesterrente auch für Selbständige forderte?
Wusste „Bert“ Rürup nicht von Anfang an, dass diese Forderung wegen der starken Anbindung an die gesetzliche Rentenversicherung technisch gar nicht umsetzbar ist?
Oder spielte in Wahrheit ein ganz anderer Grund eine Rolle?
Will man mit der Riesterrente gezielt Menschen
davon abhalten, den Weg in die Selbständigkeit zu suchen?
Ist das der Hauptgrund dafür, dass die deutschen Medien die Menschen in das Abenteuer der Riesterrenten - Modelle treiben?
Werden junge Menschen in unserer Heimat durch die Riesterrente vorsätzlich in ihrer Berufsplanung blockiert und von einer Selbständigkeit fern gehalten?
Wenn ja, warum nur?
Startete ROT / GRÜN mit dem Altersvermögensgesetz im Kalenderjahr 2001 zusätzlich einen Frontalangriff auf den Fortbestand des noch gesunden deutschen Mittelstandes?
Wenn nein,
warum werden dann immer noch die Konstruktionsfehler der Riesterrente mit aller Macht in den Medien und von den verantwortlichen Politikern totgeschwiegen?
Führt uns die Riesterrente
unaufhaltsam in einen wirtschaftlichen Kollaps und
zur schleichenden Auflösung des Mittelstandes?
Ohne ausreichenden Nachwuchs geht der deutsche Mittelstand zu Grunde, denn bereits 13 Millionen Menschen, die einen Riestervertrag abgeschlossen haben, scheint der Weg dorthin versperrt zu sein.
Haben insbesondere die Vertreter von amerikanischen Unternehmensberatungen die Gesamtstrategie im Kampf gegen den Mittelstand in die deutschen Ministerien eingepflanzt?
Wenn nein,
woran arbeiten immer noch viele Mitarbeiter von amerikanischen Beratungsunternehmen in deutschen Ministerien?
Deutsche Beamte
sind bekanntlich hervorragend ausgebildet und geschult.
Möglicherweise verweigern sie noch immer standhaft die Vernichtung unserer bewährten Sozialsysteme, so dass der Einsatz von „externen Beratern“ vermutlich schnellere Ergebnisse liefern soll.
Hat „Bert“ Rürup hierbei mit seinen unübersichtlichen und unverständlichen
Rentenmodellen
hilfreich zur Seite gestanden, um von den eigentlichen Zielen abzulenken?
Auf jeden Fall hat der Darmstädter Professor
Hans - Adalbert Rürup
mit den versteckten und hinterlistigen Fallen in seinen untauglichen Rentenmodellen dieser unsäglichen Entwicklung Vorschub geleistet.
Aus sozialpolitischen sowie volkswirtschaftlichen Erwägungen heraus, müsste er dafür zur Rechenschaft gezogen werden können.
Ab wann haften deutsche Professoren für ihre Ratschläge?
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