DRSB
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
DRSB e.V. • Ikenstraße 8 • 40625 Düsseldorf
Frau
Heidemarie Foß
Vorsteherin
Finanzamt Groß - Gerau
Europaring 11 - 13
D - 64521 Groß - Gerau
Düsseldorf, den 24. März 2009
Erstes offenes Schreiben an
Frau Heidemarie Foß
Vorsteherin des Finanzamtes Groß - Gerau
Adam Opel GmbH
Sehr geehrte Frau Foß,
nach uns vorliegenden Informationen fällt sachlich und örtlich die Adam Opel GmbH in den Zuständigkeitsbereich Ihres Finanzamtes.
Somit dürfte für Betriebsprüfungen die Betriebsprüfungsstelle der Groß - und Konzernbetriebsprüfung zuständig sein.
Zurzeit überschlagen sich die Meldungen in den deutschen Medien, dass alle die Opelaner sowie die Opelwerke retten wollen. Die Arbeitsplätze des amerikanischen Automobilkonzerns Opel sollen an den deutschen Standorten Rüsselsheim, Bochum, Eisenach und Kaiserslautern stark gefährdet sein.
Bekanntlich steht nun einmal vor der Therapie die ausführliche Diagnose.
Bei Konzernen wie zum Beispiel Opel ist es vorgesehen, dass Betriebsprüfungen in regelmäßigen Abständen lückenlos stattfinden.
Die Verschleierungstaktik über die Eigentumsverhältnisse und Verpfändung der vormals deutschen Opel - Patente und Opel - Marken lassen vermuten, dass dieses Thema bereits von Ihrem Haus gezielt und intensiv geprüft werden konnte.
Sicherlich lag hierbei Ihr Hauptaugenmerk auf der Angemessenheit des Kaufpreises für die Patente und Marken einerseits sowie für die spätere Abrechnung von Lizenzgebühren andererseits.
Bei der Größenordnung des deutschen Opel - Zahlenwerkes kann es, wenn tatsächlich eine verdeckte Gewinnausschüttung vorliegen sollte, sehr schnell einmal zu Steuernachforderungen im mehrstelligen Millionenbereich kommen.
In verschiedenen Artikeln berichtete der DRSB e.V. in jüngster Vergangenheit über die möglichen Auswirkungen und Hintergründe.
Aufgrund der Dimension der Problematiken wird sich höchstwahrscheinlich bereits das Bundesministerium der Finanzen mit Ihnen ins Benehmen gesetzt haben.
Der DRSB e.V. plädiert für die nutzmehrende Weiterführung des traditionsreichen Automobil - Unternehmens, sowie für den Erhalt der deutschen Arbeitsplätze.
Dafür sollte das Machbare zur Umsetzung gelangen.
Durch eine tatsächliche Verständigung könnten zum Beispiel streitbefangene Steuerfestsetzungen einer geräuschlosen und harmonischen Vergleichsvereinbarung zugeführt werden.
Der DRSB e.V. wünscht Ihnen und Ihren Mitarbeitern deshalb, eine diplomatische Hand und alles erdenklich Gute, wenn es um Entscheidungen für den Erhalt der Arbeitsplätze und des Traditionsunternehmens geht.
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Mit freundlichen und besten Grüßen aus Düsseldorf |
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Ihr |
Ihr |
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Udo Piasetzky |
Hans - Josef Leiting |
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Vorstandsvorsitzender des DRSB e.V. |
Steuerberater und Vorsitzender der Rentenkommission des DRSB e.V. |