DRSB
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Redaktionsteam
Leitung:
Udo Johann Piasetzky · Heinrich Sternemann · Hans - Josef Leiting
Düsseldorf, den 07. November 2009
Versagen die Eliten?
Teil 27
Die soziale Blockade
Wer in unserer Heimat das Gefühl hat, „WICHTIG“ zu sein, spricht häufig von einer Blockade.
Blockiert fühlen sich die vermeintlich
„WICHTIGEN“
immer dann, wenn es ihnen nicht gelingt, im Hauruck - Verfahren ihre Meinung in Gesetze oder Verordnungen umzusetzen, die den Abbau unseres sozialorientierten Staates beschleunigen.
Der
„Schwarze Peter“
landet folglich immer bei den Bürgern. Deren Probleme sollen sowieso hausgemacht sein, so dass man mit dem Zauberwort
„Blockade“
das vorgebliche Versagen der Menschen in unserer Heimat noch verstärken kann, um damit von der eigenen Unzulänglichkeit und von der neoliberalen Kälte abzulenken.
Mit dem Zauberwort
„Blockade“
versuchte der ehemals „wichtigste“ SPDler,
Gerhard Schröder,
das Volk, seine Partei sowie das Parlament in Schach zu halten und zum Beispiel die
[ Armuts- ] Agenda 2010
durchzupeitschen.
Mit dem Zauberwort
„Blockade“
versuchen die Protagonisten der FDP schon seit Jahrzehnten, ihre knallharten neoliberalen Ideologien und Ziele in die deutsche Bevölkerung zu treiben.
Mit dem Zauberwort
„Blockade“
versuchen willfährige Wirtschaftsinstitute sowie deren Führer, weitreichende Reformen zur Beschneidung des deutschen Mittelstandes durchzusetzen.
Mit dem Zauberwort
„Blockade“,
versucht die Bertelsmann - Stiftung Deregulierungen und Privatisierungen in der Arbeitsmarktpolitik sowie im Bereich der sozialen Sicherungssysteme zu verankern.
Selbst der Sachverständigenrat versucht mit dem Zauberwort
„Blockade“
die Bürger in unserer Heimat zu beeinflussen, damit sie sich schneller mit der aufziehenden Flächenarmut anfreunden kann.
Mit dem Zauberwort
„Blockade“
rücken die Professoren
Sinn, Miegel oder Raffelhüschen
dem Solidaritätsprinzip unserer Gesellschaft zu Leibe und versuchen, ein aus ihrer neoliberalen Sicht notwendiges Umdenken in Gang zu setzen.
Mit dem Zauberwort
„Blockade“
argumentiert der ehemalige Präsident des Bundesverbandes der deutschen Industrie
[ BDI ],
Hans - Olaf Henkel,
immer dann, wenn er den Menschen in unserer Heimat
längere Arbeitszeiten, weniger Kündigungsschutz, weniger Urlaub
und vor allem den radikalen
Abbau sozialer Leistungen
„charmant“ verkaufen möchte.
Die aufgeführten
Blockade - Fetischisten
wollen den Bürgern in unserer Heimat mehr Freiheit durch Eigenverantwortung einreden und die Risikobereitschaft des einzelnen Bürgers fördern.
In der Regel sind die vorgenannten
Protagonisten der Armut
finanziell und wirtschaftlich hervorragend abgesichert.
Als
Professoren
sind sie unkündbar und haben im Alter hohe Pensionen zu erwarten.
Als
Partei- oder Verbandschefs
sitzen sie in vielen Fällen in Parlamenten, Aufsichtsräten oder anderen lukrativen Gremien, aus denen sie entsprechende hohe monatliche Bezüge bekommen.
Begleitet werden diese
Protagonisten der Armut
von Chefjournalisten, die entweder an den Verlagen beteiligt sind oder im denkbar schlechtesten Fall mit guten Verträgen jahrelang wirtschaftlich abgesichert werden.
Auf hohem Gehalt und reichlich Vermögen sicher gebettet lässt sich jede Krise dazu missbrauchen, vordergründig noch mehr Eigenverantwortung von den Bürgern zu fordern.
Gemäß dem Motto der Chicagoer Schule:
Es muss den Menschen
nur schlecht genug gehen, damit sie allen Verschlechterungen willenlos zustimmen.
Mit einer Blockadehaltung der Bürger haben diese Szenarien nicht das Geringste zu tun.
DRSB
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