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DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Redaktionsteam

Leitung:

Udo Johann Piasetzky · Heinrich Sternemann · Hans - Josef Leiting

Düsseldorf, den 06. Januar 2010

 

 

Versagen die Eliten?

 

Teil 31

Rückkehr zur Realität

Die Gefahren der Nacherinnerungswirkung

 

Der Glaube setzt bekanntlich Kräfte frei, die die Entwicklung in unserer Heimat und in Europa nachhaltig stützen oder stürzen könnte.

Der Aufstieg Deutschlands nach dem zweiten Weltkrieg zu einer

wirtschaftlichen Supermacht

wird oft vergessen und von Neoliberalen - Netzwerkern vorsätzlich verdrängt.

Es lag vieles in Schutt und Asche und doch gelang es, Millionen Menschen in unserer Heimat vor der Armut zu retten.

Eine beeindruckende historische Leistung

der Menschen in den zurückliegenden 64 Jahren.

Ein beträchtlicher Teil davon ist der heute verteufelten Globalisierung zuzuschreiben.

Auch steht felsenfest, dass Deutschland an den wichtigsten Wachstumszentren der Welt

China und Indien

auf Jahrzehnte hinaus partizipieren wird.

Eine wachsende Bedeutung hat dabei die internationale Wahrnehmung unserer tatsächlichen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit im globalen Licht.

Was möchten Chinesen

oder Inder in Zukunft von uns erwerben?

Waren „designd“ oder „made“ in Germany?

Oder sogar beides?

Wer noch im Jahr 2009 ein Automobil von Mercedes erwerben konnte, der wusste genau, dass lediglich einige wenige Typen der ML - Klasse in den USA gebaut wurden.

Und diese Modelltypen konnten selbst Laien recht schnell anhand der schlechten Produktionsqualität identifizieren.

Chinesen oder Inder

kaufen aber ihre Fahrzeuge im eigenen Land und haben bedingt dadurch eingeschränkte Vergleichsmöglichkeiten.

Wenn also demnächst ein Chinese oder ein Inder ein Automobil der

Mercedes C- Klasse

erwerben sollten, so fehlt ihm die Vergleichsmöglichkeit zwischen deutscher und amerikanischer Qualität. Für diese Käufer steht in den Verkaufshallen in seinem Land lediglich ein Automobil von Mercedes.

Wo es gebaut wurde, kann weder ein Chinese noch ein Inder direkt feststellen. Man hat schließlich für viel Geld ein deutsches Auto gekauft und erwartet ausschließlich

deutsche Qualität und Wertarbeit.

Erst im Laufe der Gebrauchszeit stellt man dann qualitative Mängel fest und wird vermutlich glauben, dass die Deutschen schlampiger arbeiten.

Durch solche gravierenden negativen Erlebnisse wurden in der internationalen Wahrnehmung schon einige Produkte, die angeblich „made in Germany“ waren, in einem gewandelten schlechten Licht gesehen.

Wenn dann auch noch in den deutschen Medien darüber berichtet wird, dass die Menschen in unserer Heimat zu wenig und zu teuer arbeiten, dann fragen sich demnächst Chinesen völlig zu Recht:

Warum sollen wir unser gutes Geld

für solch miese oder durchschnittliche Qualität ausgeben?“

Noch fällt derzeit die wirtschaftliche Bestandsaufnahme eindeutig zugunsten der deutschen Qualität und Wertarbeit aus, doch wenn vermutlich verantwortungslose und raffgierige Manager, wie zum Beispiel

Dieter Zetsche

[ Vorstandsvorsitzender der Daimler AG ],

Mercedes Automobile aus vorgeschobenen Kostengründen in den USA fertigen lassen, wird sich das Bild von der

deutschen Qualität und Wertarbeit

sehr schnell wandeln.

Ein ähnliches Bild zeigte sich schon bei dem deutschen Automobilhersteller BMW, der die Fertigung der Serie Z4 aus Qualitätsgründen wieder zurück nach Deutschland verlegen musste.

Inwieweit die BMW - Führungsriege um Vorstandschef Reithofer erneut weitere

abenteuerliche Auslandsfertigungen

plant, als bereits veröffentlicht, ist dem DRSB e.V. nicht bekannt, da man jegliche aufklärende Kommunikation zur Arbeitsplatzvernichtung in unserer Heimat verweigert. 

Durch solche gezielten Arbeitsplatzvernichtungs - Aktionen gerät die einstige Wahrnehmung der sozialen Marktwirtschaft in Vergessenheit und wird ersetzt durch die Wahrnehmung des Kapitalismus als kolonialistisches Ausbeutungssystem.

Offensichtlich sind sich die Chefprotagonisten von BMW und Mercedes

Reithofer und  Zetsche

nicht darüber im Klaren, welchen nachhaltigen volkswirtschaftlichen Schaden sie mit ihrem profitgierigen Handeln auslösen.

Man vertraut höchstwahrscheinlich noch immer blind auf die

Brainwash - Maschine

der deutschen Medien, die willfährig alle Waschgänge zur Gehirnwäsche der Menschen in unserer Heimat regelmäßig anwerfen.  

Damit erreicht man täglich völlig neue Ebenen der sozialen und wirtschaftlichen Lügen, so dass diese fatale Entwicklung zum falschen Freund des Denkens mutieren könnte.

Der gesunde Verstand, also das Werkzeug der produzierenden Menschen, reagiert aber immer häufiger gegenläufig und lässt sich nur noch durch größte Anstrengungen und durch simulierte Szenen in den TV - Medien kurzzeitig blenden.

Die Feldzüge gegen unseren

gesunden Menschenverstand nehmen deshalb

an Intensität und Perfidität zu.

Bekanntlich ist die so genannte geschlossene Moral unpersönlich, beruht auf einem gesellschaftlichen Druck, der dazu dient, die sozialen Gewohnheiten zu verändern.

Deshalb dient die so genannte geschlossene Moral immer nur einer begrenzten Gruppe von elitären Menschen [ zum Beispiel Reithofer / BMW oder Zetsche / Mercedes ].

Offene Moral dagegen ist persönlich, von der Gesellschaftsform unabhängig und von der Mehrheit getragen.

Sie verkörpert sich nicht nur in hervorragenden Einzelpersönlichkeiten, zu denen die Chefprotagonisten von BMW und Mercedes

Reithofer und Zetsche

nun offensichtlich nicht mehr gehören wollen, sondern erfasst auch unmittelbar die Lebensgründe und Verantwortung des Lebens.

Dass es Bereiche des Seins und des menschlichen Seins gibt, die mit Rationalität nicht erfasst werden können, ist rein philosophisch unbestritten.

Doch raffgierig vorgehende Manager vernachlässigen häufig diese Bereiche. Von daher ist es verständlich und zu begrüßen, dass der Raffgier entgegengesetzte Philosophien entstehen.

Bewusstsein ist überall, wo Leben ist.

Und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Menschen die Vorgänge in unserer Heimat erkennen und darüber nachdenken.

Immer mehr kritische Fragen erblicken das Licht der Welt:

Wer profitiert vom Handeln dieser Manager?

Sind Reithofer und Zetsche

noch Deutsche oder schon längst US - Boys?

Warum werden überhaupt durch deutsche Manager

sichere Arbeitsplätze in unserer Heimat systematisch vernichtet?

Haben Reithofer und Zetsche

nicht schon die Grenze des Zumutbaren überschritten?

Wandelt Winterkorn [ VW ] nicht

bereits auch schon auf diesen gefährlichen Pfaden?

Jede dieser Fragen ist schon heute eine interessante Stimme im Konzert der Verärgerten in unserer Heimat.

Dieser

Elan vital

[ Lebensschwung ]

lässt vordergründig betrachtet die Entstehung zweckmäßiger und komplizierter Interessengebilde [ Cluster ] als einen Prozess zufälliger Mutation erscheinen.

Im Kern ist es aber die Reinkarnation tradierter Werte, die den Wunderglauben an den ungezügelten Kapitalismus und die Profitgier ablösen werden.

Besonders wenn Faktoren wie wirtschaftliche

Moral und Ethik

nicht nur auslesend, sondern auch gestaltend wirken.

Die Trostpflasterfunktion der Medien [ gebt dem Volk Brot und Spiele ] hat dabei möglicherweise „ungewollt“ die so genannte Nacherinnerungswirkung erheblich verstärkt.

Letztendlich aber sind

Manager und Medien

mit ihrer Ablehnung oder Einschränkung des Wohlstandes in unserer Heimat weit über das Ziel hinausgeschossen.

Ohnehin fehlte auch hier die skeptische Distanz zu den eigenen Handlungen und neoliberalen Überzeugungen.

Möglicherweise hatte man die falschen Berater, die den Eindruck vermittelten, den Stein der Weisen gefunden zu haben [ zum Beispiel Rürup, Sinn oder Raffelhüschen ].

Überdehnungen im Bereich der Flächenarmut führen direkt auf den Weg zur Änderung der Anschauungsform in der betroffenen Bevölkerung.

Auch diese Entwicklung hat man ganz offensichtlich genauso verschlafen wie das moderate Weiterentwickeln der sozialen Marktwirtschaft.

Die latent anwachsenden Gefahren der Nacherinnerungswirkung zwingen jetzt zur

Rückkehr zur Realität.

 

 

DRSB

 

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Stand: 06.01.2010

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