Versagen die Eliten Teil 63

Versagen die Eliten?

Teil 63

Systemisches Risiko?

 

27. Oktober 2011

 

In einer funktionierenden Demokratie sowie mit einer sozialen Marktwirtschaft zu leben, ist für die Mehrheit der Menschen in unserer Heimat nach 1945 Normalität. Es ist jedoch keine geschenkte Errungenschaft, denn Demokratie muss täglich neu erkämpft werden. Die Menschen in Ostdeutschland haben dafür gekämpft und mussten trotzdem bis 1989 darauf warten. Echte Demokratie ist kein Selbstgänger wie uns eindrucksvoll der Verlauf der Geschichte zeigt. Zu keiner Zeit haben Machthaber oder Herrschende die Demokratie freiwillig dem Volk gewährt.

Und Demokratie ist nicht gleich Demokratie.

Das Ergebnis sind sehr häufig oberfaule Kompromisse oder Mischverfassungen aus repräsentativen und direktdemokratischen Elementen mit unterschiedlichen Ausprägungen der gewährten freiheitlichen Rechte. Die tatsächliche Wirksamkeit einer echten Demokratie bleibt jedoch abhängig von verschiedenen Garantiefaktoren. An erster Stelle steht die möglichst breiter Beteiligung der Menschen an demokratischen Prozessen und die uneingeschränkte Bereitschaft, sich für die echte Form der Demokratie zu engagieren. Unsere derzeitige Demokratie basiert auf der Grundlage von gewählten Staatsoberhäuptern und Parlamentariern. Diese Form der Demokratie kann mit Leichtigkeit jederzeit aufgelöst werden, wenn man beschließen sollte, eine gefährliche Krise zu inszenieren. Neben den gewählten Staatsoberhäuptern und Parlamentariern gibt es noch einen verdeckt agierenden dritten Regierungszweig, der für die Machtverhältnisse und das Finanzwesen zuständig ist. Diesen Machtfaktor nennt man

Zentralbank.

In den USA nennt man diesen unstillbaren Machtapparat

FED

Federal Reserve Bank.

Und der ist im Privatbesitz. Die Europäer betreiben die sogenannte

EZB

Europäische Zentralbank

als unabhängiges Banksystem. Die EZB ist für die Emission der Währung zuständig und soll nationale Kredit- und Zinssätze kontrollieren. Wenn diesem Machtgebilde eine Regierung missfällt, könnte sie ihre Macht dazu missbrauchen, um den Sturz der missliebigen Regierung zu fördern oder zu inszenieren. Zentralbanken sind also jederzeit in der Lage, über die Steuerung der Diskontraten, den Grad der Geldversorgung, die Zinsraten oder den Goldpreis verbindlich festzulegen. Dem System folgend bestimmen die Zentralbanken, welchen Staaten Kredit gewährt wird und welchen Staaten nicht. Bedingt dadurch, dass Zentralbanken Geldwert im allgemeinen Geschäftsumlauf manipulativ auf- und abwerten könnten, sind sie jederzeit unkontrolliert in der Lage, privaten Investoren oder Investmentbanken Milliardengewinne zu verschaffen. Dabei wird die Ideologie und Philosophie des Geldes zügellos getrieben von der unstillbaren Gier nach Macht. Dieses kammuflierte Geschäftsmodell kann selbstverständlich jede Form einer Gesellschaft und deren Politik beeinflussen. Diese Binsenweisheit wird an europäischen Universitäten im Bereich der Volks- und Betriebswirtschaft gelehrt. Aber auch Politologen lernen heute, wie man mit solchen Machtinstrumenten demokratisch gewählten Führern das Recht auf liberale Führung streitig machen kann. Um die Gier nach Macht zu stillen wäre es im Zeitalter der Globalisierung also jederzeit möglich, die Politik eines vermeintlich souveränen Staates zu dominieren. So etwas wäre zweifellos ungezügelte wirtschaftliche Gewalt und würde die demokratischen Regeln außer Kraft setzen. Wer jetzt spontan Parallelen zu aktuellen Entwicklungen in Europa oder in den USA sieht, der könnte damit eventuell völlig richtig liegen. Ein solches Szenario, wenn es so wäre, würde uns ungebremst in ein postnationales Zeitalter führen, in dem es keine souveränen Staaten mehr gibt, sondern nur noch unselbständige Regionen auf der Erde, die durch manipulierte, billige universelle Werte zusammengehalten werden sollen. Quasi die

Eine – Welt – Regierung,

„demokratisch“ gewählt von den Menschen in den Weltregionen und bestimmt durch die global agierenden Konzerne und Banken. Aus der Sicht einiger Separatisten sicherlich das ungetrübte Mekka der Macht mit einer Weltbank, einer Welt AG und einem gigantischen weltweiten Marktplatz. Jedoch ohne nationale Identität, ohne echte Demokratie und ohne tatsächliche Freiheitswerte. Denn rein volkswirtschaftlich betrachtet erfordert ein postindustrielles Zeitalter ein absolutes Nullwachstum, um nachhaltig alle Spuren von Wohlstand zu zerstören. Separatistische Träumer fürchten es, quasi wie der Teufel das Weihwasser, denn wo immer es Wohlstand gibt, da gibt es Fortschritt und echten Liberalismus. Ein postindustrielles Zeitalter mit dem Makel von der

Eine – Welt – Regierung

dagegen braucht die gezielte Unterdrückung von Wohlstand, um die Gesellschaft in den unselbständigen Weltregionen in vermögende Besitzende und verarmende Wirtschaftssklaven einteilen zu können. Das Ende jeder Wohlstandsphase beginnt immer mit der Zerschlagung von Industrieunternehmen, der Zerstörung von Langzeitarbeitsplätzen und mit der schleichenden Aushöhlung der echten Demokratie. Begleitet wird dieses Horrorszenario von einem gewollten Zustand immerwährender Unruhen. Dabei ist es völlig egal, wer gegen wen vorgeht.

Christen gegen Moslems,

Arm gegen Reich oder Einheimische gegen Migranten.

Irgendeine Gruppe findet man immer, indem man durch künstlich erzeugte Krisen gutgläubige Menschen unter fürchterlichen Druck setzt. Gemeint ist in der Tat geistiger, emotionaler und auch körperlicher Druck, um einer permanenten Zustand der Unausgeglichenheit zu erzeugen und zu steigern. Wer jetzt schon wieder Parallelen zu aktuellen Ereignissen und Entwicklungen in Europa oder in den USA sieht, der könnte damit tatsächlich richtig liegen. Es verwundert seriöse Soziologen, dass die meisten Menschen diese Gefahren nicht frühzeitig erkennen, um das systemische Risiko zu begrenzen. Wenn sie das hier Beschriebene verstehen und anerkennen, dann gibt es in der Tat in Europa eine Macht, die wesentlich größer ist als die Ämter und Aufgaben von gewählten demokratischen Führern oder Parlamentariern. Möglicherweise stehen wir alle vor dem historischen Beginn einer neuen Weltordnung. Reißt man aber dieser möglichen neuen Weltordnung die Maske herunter, dann erkennt man womöglich die alles versklavende Fratze der Gier nach Macht. Jeder muss also für sich entscheiden, welches System für ihn auf Dauer das bessere ist.

Globale Versklavung oder werthaltige

Freiheit in nationalstaatlich verbriefter Demokratie.

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