Versagen die Eliten Teil 68

Versagen die Eliten?

Teil 68

Riester - Rente

Der gefährliche deutsche Irrweg

 

14. Februar 2012

 

Die heute Fünfundzwanzigjährigen oder Dreißigzigjährigen, die in 30 oder 35 Jahren die „ALTEN“ werden, haben jetzt noch eine Chance gegen Altersdiskriminierung und Altersarmut vorzugehen. Es ist wissenschaftlich belegt, dass negative Vorstellungen vom Alter direkt in eine selbstverschuldete Unmündigkeit und zum Verlust an Denkfähigkeit führen. Weder Frauen noch Männer werden gerne alt.

 

Doch „DAS ALTWERDEN“ ist keine individuelle Erscheinung, sondern in unserer Heimat bereits eine Massenentwicklung. Jeder Mensch in unserer Heimat, der heute schon das Alter von 40 überschritten hat, kennt die möglichen Folgen der persönlichen Entwicklung.

Sporadische Leistungseinbußen, zunehmende Einschränkung der Gesundheit und vor allem Probleme am Arbeitsmarkt.

Hinzu kommt die Veränderung im Aussehen.

 

Wer heute in unserer Heimat lebt, „DER“ nimmt an einer einzigartigen Entwicklung teil – quasi an einem unvorhersehbaren Abenteuer der ganz besonderen Art. Denn seit dem sogenannten „PILLENKNICK“ ist die Bevölkerungsentwicklung wesentlich mehr vom STERBEN, als von der GEBURT geprägt. Dieses Szenario ist seit mindestens 45 Jahren allen Politikern bekannt und wird unser Land, unsere Gesellschaft sowie unsere Kultur und den Umgang miteinander noch heftig erschüttern. Wie nach einem lautlosen Krieg werden wir zahlenmäßig dezimiert und haben nach groben Schätzungen der UN bereits ab 2040 rund 12 Millionen Einwohner in unserer Heimat weniger. Zieht man wissenschaftliche Vergleiche mit der Tierwelt, dann wäre unsere Population – früher oder später – zum Aussterben verurteilt. Man kann natürlich wie alles auf der Welt dramatisieren und wie Samuel Huntington vom

CLASH OF CIVILIZATION

[ Kampf der Kulturen ]

ausgehen. CLASH OF CIVILIZATION ist zurzeit ein sehr populäres Schlagwort für einen imaginären Konflikt zwischen verschiedenen Kulturkreisen und für den wieder aufflammenden Ost – Westkonflikt. Einige Menschen in unserer Heimat glauben daran, dass die Zukunft noch „ROSIG“ wird und man im Schlaraffenland des Alters leben kann.

Die Mehrheit jedoch misstraut im rasant zunehmenden Maße den Beteuerungen und Prognosen der Politiker, denn sie erkennen, dass die Politik im dichten Nebel der Demographie plan- und ziellos herumstochert.

Quasi jeder neu abgeschlossene Riester – Vertrag hilft unseren Politikern bei ihrem parteiübergreifenden, kollektiven Selbstbetrug. Jede Frau und jeder Mann in unserer Heimat, der lesen kann, weiß es zwischenzeitlich, dass das Problem mit dem Niedergang der Riester – Rente jeden Gutgläubigen ereilen wird. Seien Sie, liebe DRSB – Leser, also einmal Egoist und sichern Sie Ihr eigenes Geld. Aus unerfindlichen Gründen tun die Politiker nämlich so, als wäre die Riester – Rente ein taugliches Mittel gegen die aufziehende Alters- und Flächenarmut.

Langsam macht sich bei den Medien das schlechte Gewissen breit und man findet vereinzelt sogar deutliche Hinweise auf die absolute Untauglichkeit der Riester – Rente. Wie von Anfang an vom DRSB beschrieben deckt man 10 Jahre nach dem Riester – Desaster, Schritt für Schritt, sehr zögerlich die Schwachstellen dieses anhaltenden Unsinns auf. Klar – man möchte eine Massenhysterie vermeiden, denn wenn alle Riesteropfer ihr Geld zurückfordern haben die Anbieter >Banken, Fondsgesellschaften und Versicherungsgesellschaften< blitzartig Existenzprobleme. Auch besteht dann die große Gefahr, dass die wahren Hintergründe der sogenannten BAD BANKS und das damit verbundene systematische

CASH BURNING

[ Geldverbrennen in den USA ]

ans Licht der Öffentlichkeit kommt. Wer regelmäßig die Veröffentlichungen des DRSB liest, für den ist das dann ablaufende Szenario keinesfalls überraschend, sondern die Bestätigung, dass der DRSB mit seinen Hinweisen und Warnungen richtig lag.

RAUS aus RIESTER!

Diesen Aufruf liest man nicht nur im Internet, sondern man hört ihn in unserer Heimat schon überall. Selbst Behördenleiter warnen nachweislich ihre Mitarbeiter vor dem Abschluss der Riester – Rente. Und jeder Medienvertreter – „DER“ – noch ein kleines „Fünkchen Journalistenehre“ in den Knochen haben sollte, ist aufgerufenen sich diesem Warnruf anzuschließen. Die ARD hat mit ihrem Beitrag zum Themenkreis des

RiesterDilemmas

ohnehin das Eis des Schweigens gebrochen.

Misstrauen Sie deshalb jeder rhetorischen Ersatzhandlung, die die diversen Selbstbeschaffungsmonologe der Riesteranbieter in den Medien noch unterstützt. Denn bekanntlich waren der Ausgangspunkt und das Ziel für das Riesterdesaster, dass der Beitragssatz für die gesetzliche Rentenversicherung nicht über 22% des Bruttoeinkommens von abhängig Beschäftigten steigen sollte.

Deshalb der anhaltende Medienrummel

und das penetrante Trommelfeuer der Werbung.

Durch das Gesetz zur Sicherung der nachhaltigen Finanzierungsgrundlage der gesetzlichen Rentenversicherung >das sogenannte RV – Nachhaltigkeitsgesetz vom 21. Juli 2004< senkte man das Rentenniveau noch weiter ab.

Ursprünglich lockte man alle abhängig Beschäftigten in die gesetzliche Rentenversicherung mit der verbindlichen Zusage, dass man als Rentenbezieher mit rund 70% seines Nettolohns als Rente rechnen dürfte. Davon ist man Jahr für Jahr – quasi Scheibchenweise – abgerückt. Die heutigen Prognosen für aktuelle Rentenbezieher liegen zwischen 48% bis 40%. Die realistische Werte liegen jedoch bei 38% bis 32% und können sich durch eine anhaltende Phase eines schwachen Wirtschaftswachstum noch wesentlich verschlechtern. Denn durch die untaugliche Riester – Rente wurde für die gesetzliche Rentenversicherung das Nettoeinkommen schlichtweg „neu“ definiert. Vor der Einführung wurde das Nettoeinkommen wie nachfolgend dargestellt berechnet:

Bruttoeinkommen abzüglich

Sozialabgaben und Steuern galten als Nettoeinkommen.

Diese Berechnung kann noch jeder logisch nachvollziehen. Nach der Einführung untaugliche Riester – Rente wurde das Nettoeinkommen wie nachfolgend dargestellt berechnet:

Bruttoeinkommen abzüglich

Sozialabgaben und Steuern und zusätzlich abzüglich 4% des Beitrages zur Riester – Rente.

Dieser Riester – Abzug wird generell vorgenommen, obwohl die meisten abhängig Beschäftigten bisher keine Riester – Rente abgeschlossen haben und immer mehr Menschen die Rückabwicklung anstreben.

 

Bedingt durch diese „neue“ Berechnungsmethode kommt es ab 2002 bis heute zwangläufig dazu, dass die gesetzlichen Renten deutlich hinter dem allgemeinen Zuwachs der Einkommen zurückbleiben.

Mit diesemfreigesetztenGeld

in der gesetzlichen Rentenversicherung wird der größte Teil der staatlichen Förderung

für die Riester-Rente finanziert

Also ist die Riester – Rente quasi ein hinterlistiges Refinanzierungsmodell zu Lasten der aktuellen und zukünftigen Rentenbezieher, zu Lasten von Freiberuflern, Selbständigen sowie mittelständischen Unternehmern und kein Jahrhundertwerk zur Nutzmehrung der Bevölkerung.

 

Wie gut für unsere Politiker und willfährige Medienvertreter, dass diese verquere Logik bis heute kaum ein gutgläubiger Bürger [ Riester - Opfer ] verstanden hat.

Denn „WER“ dieses teuflische, hinterlistige Machwerk wirklich versteht, kritisch noch einmal hinterfragt – „DER“ – dürfte selbst die LINKE [ sind auch für riestern ] nicht mehr wählen und müsste eigentlich den Kauf von Zeitungen oder Wochenmagazinen sowie von Fachzeitschriften, die die Riester – Rente promotet haben oder noch fördern sofort einstellen.

 

Das gesamte Riester – Szenario driftet in die Welt von Absurdistan, wenn man zusätzlich kritisch durchleuchtet, wofür die

Milliarden Fördergelder

für die untauglichen Riester – Renten ausgegeben werden. Sachlich betrachtet handelt es sich um eine unsinnige staatliche Subvention für das volksschädliche Sparen in einer extrem begrenzten Anlageform mit nachgelagerter kräftiger Besteuerung, mit der man später die Subventionen gezielt zurückholt.

Nach den aufgestellten Grundsätzen für die Vergabe von Subventionen in der EU müsste diese Art der Subvention sofort gestoppt werden. Auf jeden Fall ist die These falsch, dass die Menschen in unserer Heimat zu wenig fürs Alter sparen.

Die meisten Menschen

in unserer Heimat würden sofort damit beginnen.

Doch wovon?

Und auch noch zu Lasten der späteren gesetzlichen Rente?

Prekäre Leiharbeit, Hartz IV, Aufstockertum und fehlende gut bezahlte, sichere Langzeitarbeitsplätze sind Mangelware und verhindern den soliden Aufbau der vom DRSB vorgestellten privaten Rentensysteme.

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