DRSB
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Die Föderalismusreform
Die Mutter aller Reformen?
Oder
die totale Kapitulation der
Politiker?
Meerbusch, den 25. März 2006
von
Udo Johann Piasetzky
Vorstandsvorsitzender des DRSB e.V.
Ist die so genannte Föderalismusreform eine entscheidende Entflechtung der
Bund-Länder-Kompetenzen?
Wird die Reform das System tatsächlich
transparenter
besser nachvollziehbar
einfacher
entscheidungsfähiger
und
schneller
machen?
Für den Bürger ist es freilich eine sehr abstrakte Frage, ob künftig wie bisher
60 Prozent
aller vom Bundestag beschlossenen Gesetze zustimmungspflichtig sind oder nur noch circa
30% bis 40%.
In der Vergangenheit sind die Erwartungen schon sehr oft gedämpft worden.
Selbst Experten sind nicht sicher, ob das
sinnlose Gerangel
zwischen Bundesrat und Bundestag wirklich entscheidend entflochten wird.
Wenn alles unfallfrei gestaltet ist, wird ein deutscher Bürger künftig klarer erkennen können, wofür er seine
Landesregierung
und / oder wofür man die
Politiker in Berlin
verantwortlich machen kann.
Denn unseren Schulkindern, die eventuell von
Hamburg
nach
Saarbrücken
oder von
Düsseldorf
nach
München
mit den Eltern umziehen müssen, hilft diese so genannte Reform nicht wirklich weiter.
Die bislang größte Grundgesetzänderung soll eine klarere Aufgabenteilung von Bund und Ländern erreichen.
Union und SPD warben im Bundestag für das Reformwerk, schlossen Änderungen aber nicht aus.
Harte Worte kamen von Seiten der Opposition:
Grünen-Fraktionschefin
Renate Künast
bezeichnete die Föderalismusreform als
Stümperwerk
das noch viel Arbeit bringe.
Die Reform biete keine Antwort auf die Lösung der drängenden Probleme. Künast bezweifelt, dass sie zur angestrebten Entflechtung der Zuständigkeiten zwischen Bund und Ländern und einer Reduzierung der im Bundesrat zustimmungspflichtigen Gesetze führen werde.
Außerdem gebe der Bund die Möglichkeiten zur strategischen Bildungsplanung auf und riskiere eine Zersplitterung im Umweltrecht.
Sehr mutig Frau Künast,
solche tapferen Aussagen würde der DRSB e.V. auch sehr gern von den Grünen hören, wenn es um existenzielle Fragen der Bürger geht:
Rentensysteme und sichere Arbeitsplätze!
Wo bleiben da die mutigen und tapferen Worte?
Frau Claudia Roth
schweigt da lieber beharrlich zu kritischen
DRSB-Fragen.
Der FDP-Politiker Ernst Burgbacher bezeichnete die Reform als mutlos. Sie bleibe weit hinter den Erwartungen zurück.
Das gilt auch schon lange für die FDP selbst.
Ist
die Mutter aller Reformen
also der
Große Wurf
oder die
totale Kapitulation der
Politiker?
Oder
haben wir es etwa mit einer gigantischen
ABM
Arbeits-Beschaffungs-Maßnahme
für
Landespolitiker
zu tun?
In einer Zeit der Überfälligkeit von aufgestauten Reformen ist eine Diskussion um den Föderalismus in Deutschland nicht sinnvoll und zielführend.
Das System Föderalismus stand in den vergangenen Jahrzehnten immer unter dem bitteren Beigeschmack von
Blockagepolitik
zwischen den Parteien und / oder Bund und den einzelnen Ländern.
Wichtige Gesetze sind oft im Vermittlungsausschuss hängen geblieben oder so weich gespült worden, dass der ursprünglich sinnvolle Inhalt nicht wieder zu erkennen war.
Auch spielt für notwendige Reformen der
zeitliche Aspekt
eine zunehmend wichtige Rolle.
Gesetzgebungsverfahren müssen durchlässig und schnell erfolgen. Die Verantwortung einer jeweiligen Bundesregierung kann auch nur an den Erfolgen gemessen werden.
Das ein
sinnvolles Gesetzgebungsverfahren
einer Bundesregierung im Vermittlungsausschuss hängen blieb, kann sich im Nachhinein niemand mehr erinnern.
Die in den 50ziger Jahren revolutionären Gedanken, Ideen und Vorschläge der
FDP,
wie zum Beispiel:
Abschaffung der Landtage
und der überflüssigen
Landesminister
wurden schnell auf dem Altar der Politik geopfert.
Mit dem DRSB-Artikel:
Gedanken zur Schaffung von Effizienz
vom 01. Februar 2006
von
Rechtsanwalt Andreas Kallen
Leiter der Rechtskommission des DRSB e.V.
wurden die Problemzonen der
Länderparlamente
deutlich aufgezeigt.
Statt der kostenüberladenen
Länder-Parlamentarier,
die sich in erster Linie aus
Berufspolitikern
rekrutieren, könnte kostengünstige, leistungswillige und kompetente
Bürgerräte
installiert werden, die die Restinteressen der Föderalismusgedanken und der jeweiligen Länderbewohner in der Legislative wahrnehmen.
So kann es nicht im Sinne der Bürger sein, dass riesige Energiekonzerne
Milliarden Jahresüberschüsse
erzielen, aber Alternativen für ökologisch und kostengünstige Energien praktisch unter den Tisch gekehrt werden.
Durchleuchtet man die geprüften Geschäftsberichte der
führenden Energiekonzerne in Deutschland,
so stellen sich für das Jahr 2004 nachfolgend aufgeführte Jahresüberschüsse nach Steuern dar:
|
E.ON |
4.339,0 Millionen Euro |
|
RWE |
1.244,0 Millionen Euro |
|
EnBW |
210,7 Millionen Euro |
|
Vattenfall |
267,2 Millionen Euro |
GESAMT ALSO
6.060.900.000,00 Euro
oder
6,06 Milliarden Euro.
Im Kalenderjahr 2005 erzielte bereits allein der
E.ON Konzern
einen Jahresüberschuss nach Steuern in der astronomischen Höhe von
7.407.000.000,00 Euro
oder
7,40 Milliarden Euro.
Mit dem DRSB-Artikel:
Der Sprit, der niemals ausgeht
Sonnige Aussichten für
Autofahrer, Mieter und Hausbesitzer
vom 28. Februar 2006
von
Udo Johann Piasetzky
Vorstandsvorsitzender des DRSB e.V.
wurden Möglichkeiten aufgezeigt, mit Alternativen Unabhängigkeit zu erlangen.
Durch gezielten flächendeckenden Einsatz in Deutschland von
Heizblockkraftwerken
und
Erdwärme > GeoPower und GeoHeat <
könnten nach Schätzungen circa
1,4 Millionen sichere und neue Arbeitsplätze
entstehen.
Für die großen
Energie-Multis
würde das den Verzicht auf Umsatzteile und hohe Überschussanteile bedeuten.
Für
deutsche Bürger
bedeutet es aber:
Unabhängigkeit von Energiekrisen
Unabhängigkeit von Energiekonzernen und deren Preisgestaltung
Kostengünstige Wärme und Strom
Dauerhafte und sichere Arbeitsplätze
Umgehender Abbau der hohen Arbeitslosigkeit
Sofort verfügbare Geldmittel für die Altersvorsorge
Zukunftschancen für nachfolgende Generationen.
Zum Beispiel
5 Milliarden Euro
in den Taschen der Bürger erscheinen sinnvoller als in den Bilanzen der
Energiekonzerne.
Lesen sie hierzu auch den DRSB-Artikel:
Viele kleine Zombies lenken uns
vom 07. Februar 2006
Deutschland braucht für die Themen:
Gesetzliche und private Altersvorsorge
sowie
für sichere Arbeitsplätze
eine zweite Chance
DRSB
Die Sünden der Vergangenheit kommen
unseren Politikern
unaufhaltsam näher.