DRSB
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Redaktionsteam
Leitung:
Udo Johann Piasetzky • Andreas Kallen • Hans - Josef Leiting
Düsseldorf, den 21. Februar 2008
Mit den
Islas Malvinas
konnte Argentinien kaum etwas anfangen, denn die Falklandinseln haben noch heute nicht die geringste strategische Bedeutung. Der britische Merkposten vor der argentinischen Haustür beleidigt noch nicht einmal den Nationalstolz der Argentinier.
Trotzdem besetzte Argentinien am 02. April 1982 die Falklandinseln. Bis heute wissen selbst die argentinischen Militärs nicht genau den eigentlichen Anlass.
Möglicherweise wollte Argentinien ein letztes Relikt der Kolonialherrschaft beseitigen.
Margret „Maggie“ Thatcher
aber kam die Besetzung der Falklandinseln durch die Argentinier wie gerufen, denn
Margret „Maggie“ Thatcher
hatte nur eine katastrophale Bilanz ihrer ersten Amtszeit vorzuweisen und kämpfte verzweifelt um ihre politische Zukunft. Sie setzte die britischen Truppen in Marsch und eroberte die Falklandinseln zurück.
Rein aus militärischer Sicht hatte die elfwöchige Schlacht überhaupt keine geschichtliche Bedeutung, obwohl die blutige Rückeroberung der Falklandinseln
655 Argentiniern und 255 Briten
das Leben kostete. Abgesehen von den vielen Schwerverwundeten, die zum Teil noch heute unter ihren Verletzungen leiden müssen.
Der berühmte humorvolle argentinische Schriftsteller
Jorge Luis Borges
bezeichnete spöttelnd den sinnlosen Krieg um die bedeutungslosen Inseln als den
„Kampf zwischen 2 Glatzköpfen um einen Kamm“.
Der humorvolle Schriftsteller traf damit den Nagel auf den Kopf, denn in der Tat war aus argentinischer Sicht das Gemetzel auf den Islas Malvinas an Sinnlosigkeit nicht zu toppen.
Aus der Sicht von
Margret „Maggie“ Thatcher
muss der Falklandkrieg wie ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk gewesen sein, dass der bis dahin erfolglosen Politikerin die politische Deckung gab, ein radikales kapitalistisches Umwandlungsprogramm in England durchzusetzen.
Nie zuvor wurde ein solch radikales und brutales Wirtschaftsprogramm in einer freiheitlich westlichen Demokratie gestartet.
Margret „Maggie“ Thatcher
war eine begeisterte Anhängerin der
Chicagoer Schule von Professor Milton Friedman,
der im Jahr 1982 seinen berüchtigten Aufsatz schrieb, der seine Schockdoktrin nahezu diabolisch offen legte:
Zitat Milton Friedman:
„Nur eine Krise
- eine tatsächliche oder empfundene - führt zu echtem Wandel.
Wenn es zu so einer Krise kommt, hängt
das weitere Vorgehen von den Ideen ab, die dann im Umlauf sind.
Das ist meiner Ansicht nach unsere Hauptfunktion:
Alternativen zur bestehenden Politik zu entwickeln,
sie am Leben und verfügbar zu halten, bis das politisch Unmögliche politisch unvermeidlich wird.“
Zitat Ende.
Margret „Maggie“ Thatcher
hatte als Premierministerin für viele Engländer das verblassende britische Empire gerettet und wurde besonders von den Medien als Kriegsheldin gefeiert.
Der ihre zugesprochene, eigentlich negativ gemeinte Spitzname
„Eiserne Lady“,
wandelte sich auf wundersame Weise von der ursprünglichen Beleidigung quasi zum höchsten Lob.
Die Umfragewerte für ihre Politik stiegen sprunghaft von 25% auf 59% innerhalb weniger Wochen. Damit konnte die
„Eiserne Lady“,
ihren Weg ebnen zu einem glanzvollen grandiosen Sieg für die zweite Amtszeit.
Sie nutzte eiskalt ihre enorme Popularität, die ihr der Falklandkrieg eingebracht hatte und setze schonungslos die korporatistische Revolution in Gang unter der die englischen Bürger noch heute zu leiden haben.
So ließ sie gezielt die englischen Gewerkschaften vom Inlandsgeheimdienst
MI5
unterwandern und war somit in der Lage die Gewerkschaftsarbeit zu sabotieren und zu destabilisieren.
Die Zerschlagung der englischen Gewerkschaftsbewegungen durch massivsten Polizeieinsatz, war nach der Schilderung beteiligter Polizisten der reinste
Bürgerkrieg.
Im Jahr 1985 gaben die zermürbten und hungrigen Bergarbeiter den hoffnungslosen Kampf auf. Für die einst sehr mächtigen britischen Gewerkschaften war das eine vernichtende Niederlage, von der sie sich nicht wieder erholt haben.
Nachdem die
„Eiserne Lady“,
auch den so genannten „Bergarbeiterkrieg“ gewonnen hatte, begann sie bis zum Jahr 1988 mit dem radikalsten ökonomischen Umbau in der Geschichte von Großbritannien.
Margret „Maggie“ Thatcher
zwangsprivatisierte bis zum Ende ihrer Amtszeit:
British Airways,
British Airport Authority,
British Gas,
British Telecom,
British Steel
und auch
British Petroleum.
Der traditionellen britischen Automobilindustrie half sie damit indirekt das Grab zu schaufeln.
Dass der Roverkonzern in chinesischen Besitz wechselte, ärgerte bereits viele britische Bürger. Wenn aber demnächst Landrover und Jaguar in indischen Besitz übergehen, wird den meisten erst bewusst, dass die
„Eiserne Lady“,
einen kompletten Industriezweig in den Zusammenbruch und Ausverkauf führte.
Denn auch Bentley und Rolls Royce sind längst nicht mehr in englischer Hand und werden schon seit Jahren von VW und BMW gebaut. Das können Engländer aber gerade noch mit einem lachenden und einem weinenden Auge akzeptieren.
Noch heute erinnern sich sehr viele Briten daran, wie mit der dubiosen Hilfe der Friedmanschen Wirtschaftspolitik der britische Sozialwohnungsbau liberalisiert wurde. Aus Mietern sollten quasi über Nacht Eigentümer werden. Das führte in wenigen Monaten dazu, dass die Straßen in britischen Großstädten überfüllt waren mit Obdachlosen, die verzweifelt ein Dach über dem Kopf suchten.
In dieser Zeit erfroren jeden Winter unschuldige britische Bürger, weil sie kein Geld für Brennstoff hatten oder sich keine Kohle kaufen konnten.
Beschämt verschweigen noch heute britische Medien diese unbestreitbaren Tatsachen, die eine direkte Folge des gnadenlosen so genannten
Thatcherismus
waren.
Die katastrophale Bilanz der
„Eisernen Lady“,
bestätigt sehr eindrucksvoll, dass die radikale und ausschließlich für Reiche höchst profitable Politik der
Chicagoer Schule
in demokratischen Systemen nicht überleben kann. Das teuflische Wirtschaftsmodell von
Professor
Milton Friedman
benötigt zum reibungslosen Funktionieren ständig neue Schockerlebnisse für die Bürger, damit diese vom eigentlichen Geschehen abgelenkt werden und für sich fatale Entscheidungen treffen oder zumindest zulassen.
Ehrgeizige untaugliche Pläne zu einer massenhaften Privatisierung haben auch in Deutschland zu einem deutlich spürbaren Rückgang des Wohlstandes geführt und den deutschen Weg in die
Armut
geöffnet.
Besonders beunruhigend sind dabei die perspektivischen Überlegungen der korporatistisch veranlagten Politiker, die eine Wohlstandsmehrung für alle deutschen Bürger aus den Augen verloren haben oder gar bewusst verhindern.
Den glühenden deutschen Verehrern der
Chicagoer Schule
muss deshalb dringend Einhalt geboten werden, damit eine weitere Verelendung der
deutschen Bürger
schnellstens gestoppt werden kann.
DRSB
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