Sie sind hier: » »Die Nachwehen der US - Kriege« » Die Nachwehen der US - Kriege, 2008 » »Die Nachwehen der US - Kriege« - Teil 41 - Es geht auch ohne die USA 
 

DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Redaktionsteam

Leitung:

Udo Johann Piasetzky Andreas Kallen Hans - Josef Leiting

Düsseldorf, den 14. November 2008

 

 

Die Nachwehen der US - Kriege
- Teil 41 -

Es geht auch ohne die USA

 

Der DRSB e.V. analysiert bereits seit 1988 regelmäßig die schon immer höchst prekäre Wirtschaftslage der Vereinigten Staaten von Amerika, sowie die enorme Verschuldung, das riesige Handelsbilanzdefizit und die wechselnden Horror - Szenerien der inneramerikanischen Energiekrise.

 

Besonderes Augenmerk richtet der DRSB e.V. auf die untauglichen Mittel, womit die Politiker in Washington dagegen effektiv vorzugehen glauben. Dabei ist mit Verwunderung zu beobachten, dass mit dem Scheitern des herkömmlichen Krisenmanagements die Bereitschaft der Mächtigen, zu unkonventionellen Mitteln des Krisenmanagements zu greifen, immer mehr anwächst.

Der

Council on Foreign Relations,

der den DRSB - Lesern bereits aus vielen Veröffentlichungen bestens bekannt sein dürfte und an dem auch weltweit alle Atlantik - Brücken Organisationen anhängen, versuchte im Herbst 1999 sowie im Januar 2000 den Notstandsapparat der USA durch diverse

Kriegsspiele,

so bezeichnen die CFR - Mitarbeiter ihre Simmulationsmodelle, zu perfektionieren.

Mit diesen „Kriegsspielen“ dachte man ernsthaft den Versuch zu unternehmen, die Auswirkungen einer globalen finanziellen Kernschmelze auf die amerikanische Wirtschaft und auf die Sicherheit der gesamten Nation mit Lerneffekt simulieren zu können.

 

Fälschlicherweise gingen die Teilnehmer davon aus, dass sich das marode, anfällige 

US - Wirtschaftssystem im längsten und robustesten Wirtschaftsboom aller Zeiten befinden würde. Fest verwurzelt im Glauben daran, dass die USA mit dem Übergang zur

New Economy

die Probleme und die Krisenanfälligkeit der oft so dargestellten alten Wirtschaft des Industriezeitalters überwunden hätten.

 

Beispielloses Wirtschaftswachstum und nie gekannte Produktivitätszuwächse seien nun selbstverständlich wie auch stetig wachsende stabile Unternehmensprofite und Kapitalgewinne an den Aktienmärkten. Das Vertrauen des Rest der Welt in das amerikanische Wirtschaftswunder sollte einen starken US - Dollar erzeugen, damit  ungebremst die hohen ausländischen Kapitalzuflüsse nicht abreißen würden.

 

Die Kriegsspielteilnehmer schlussfolgerten das Schlimmste, was der US - Wirtschaft je passieren könnte, wäre eine völlig unproblematische, nahezu gesunde Abflachung der hohen Wachstumsraten von Bruttosozialprodukt, Aktiengewinnen und / oder Unternehmensprofiten. Diese US - Kriegs - Junkies nahmen also mit voller Überzeugung an, das nach einer vermuteten weichen Landung, die US - Wirtschaft übergangslos zum nächsten wirtschaftlichen Höhenflug durchstarten könnte. Die amerikanischen Kritiker dieser gewagten Theorie wurden in bekannter Manier desavouiert und mundtot gemacht, als sie behaupteten, dass das

amerikanische Wirtschaftswunder

schlicht nur eine böseartige Fiktion sei, deren Grundlage eine reale beispiellose monetäre Kreditexpansion sowie eine völlige Verschuldung der privaten Haushalte, der Banken, der Unternehmen und der Volkswirtschaft insgesamt darstellen würden.

 

Als der DRSB e.V. den deutschen Medien im Jahr 2001 seine Studienergebnisse vorstellte, mochte oder wollte kein Medienvertreter daran glauben, dass sich die Schere zwischen realwirtschaftlicher Substanz und den monetären und finanziellen Aggregaten in den USA schon soweit geöffnet hatte, dass ein geordnetes Ablassen dieser angesammelten heißen Luft aus der Finanzblase nicht mehr möglich war und eine gigantische inflationäre Explosion im US - Finanzsystem als unvermeidbar absehbar war.

 

Hätten damals die deutschen Medien aber auch die deutschen Politiker auf den

DRSB e.V. gehört, so wären die wahnsinnigen Kapitalverluste für die deutschen Bürger,  Banken und natürlich auch Versicherungswirtschaft höchstwahrscheinlich zu vermeiden gewesen.

Der angebliche wirtschaftliche und

finanzielle Boom

in den USA existierte ausschließlich in der Vorstellungswelt der von dem Feuer der Gier erfassten Marktteilnehmer, aber bedauerlicherweise nicht in der Realität. Dieser Boom, den sich alle jahrelang einredeten, war hauptsächlich ein fiktiver Fieber - Gedanke, der gepaart mit einer Überdosis Massenhysterie unterlegt wurde.

 

Den USA stand schon damals im Jahre 2001 weder eine weiche noch eine harte Landung der Wirtschaft bevor, sondern eine ausgewachsene, systemisch anwachsende Finanz- und Wirtschaftskrise bevor. Diese Entwicklung bestimmt nun das Schicksal der letzten Tage der unsäglichen Bush - Administration. Dabei werden nicht mehr die verquirlten wirtschaftspolitischen Absichten und Pläne der Bush - Mannschaft den Ausschlag geben, sondern vielmehr wird die Realität der Krise das politische Verhalten der Politiker vor sich her treiben. Dabei werden bis zum Jahresende die Schulden der nicht im Finanzsektor tätigen Unternehmen eine große Rolle spielen, denn sie stiegen in den letzten fünf Jahren um 67% auf mehr als 4,500 Milliarden US - Dollar an. Damit erreichen die Unternehmensschulden den höchsten Stand, der je erreicht wurde.

 

Die

Scheinprosperität der US - Wirtschaft

beruhte seit 1990 hauptsächlich darauf, dass steigende Aktienpreise einen imaginären Wohlstandseffekt erzeugten, der wiederum zu expandierenden Konsumausgaben und noch höheren Konsumentenschulden führte. Die steigenden Konsumausgaben konnten aber nicht durch eine entsprechende Steigerung der Produktionsleistung der amerikanischen Wirtschaft gedeckt werden, wie der DRSB e.V. bereits mehrfach eindrucksvoll belegen konnte. Ein solches gravierendes Missverhältnis musste zwangsläufig von Monat zu Monat zu einem immer unüberschaubareren Handelsbilanzdefizit der USA anwachsen.

 

So war es kein Wunder, dass immer öfter die Veröffentlichung von Wirtschaftsdaten, durch geschickte hedonistisch gefärbte statistische Anpassungen, vor allem bei Inflations- und Produktivitätszahlen, kräftig frisiert wurden, um dadurch ein stetiges Wirtschaftswachstum vorzugaukeln und so ein positives Klima an den Finanzmärkten zu simulieren.

 

Für das amerikanische DRSB - Rechercheteam war es deshalb auch keine Überraschung, dass immer häufiger auf den US - Finanzmärkten das

Plunge Protection Team

- Absturzverhinderungsteam -

von George Walker Bush zum Einsatz kam. Das Plunge Protection Team des

US - Präsidenten umfasst noch heute Spitzenleute des Finanzministeriums, der Federal Reserve und Vertreter der führenden privaten Finanzhäuser und Banken, um bei Einbrüchen auf den Finanzmärkten durch Marktinterventionen eingreifen zu können. Bedauerlicherweise war dieses Team zu keiner Zeit den überproportional ansteigenden Problemen gewachsen und musste daher zwangsläufig völlig versagen. Das Anheizen auf den Aktienmärkten ging an der Realität vorbei und war nicht zu stoppen für diese

Finanz - Laienspielgruppe von George Walker Bush. Verantwortungsbewusste Banker sagen hinter vorgehaltener Hand:

Vielleicht wäre es viel

besser gewesen, diese Chaostruppe hätte es niemals gegeben“.

Denn eins ist heute sogar deutschen Spezialisten klar, dass die angeblichen enormen Produktivitätssteigerungen der US - Wirtschaft hauptsächlich auf statistischen Tricks der amerikanischen Behörden beruhten, die zum Beispiel laufende Betriebskosten bei der Datenverarbeitung als Kapitalinvestitionen der Firmen ausgaben. Schon der Faktor „Qualitätsanpassung“ in der amerikanischen Wirtschaftsstatistik führt dazu, dass bei gleich bleibenden Produktionszahlen und Verkaufspreisen die Leistungssteigerungen von Computern und Telekommunikationsausrüstungen dahingehend kalkuliert werden, dass der Ausstoß dieser Produkte um den Faktor ihrer Leistungssteigerung vervielfacht werden kann.

 

Mit solchen billigen Taschenspieler - Tricks lässt sich natürlich jeder noch so kleine tatsächliche Produktivitätszuwachs kräftig erhöhen, wenn man parallel von den tatsächlichen Verkaufspreisen den Faktor „Leistungssteigerung“ subtrahiert, wodurch sich in der Statistik die Inflationszahlen erheblich drücken und damit fatal geschönt lassen.

 

Die reale schwache Gewinnentwicklung in der US - Wirtschaft während der zurückliegenden 15 Jahre ist also keineswegs ein zufälliger Ausrutscher, wie es uns amerikanische und deutsche Medien gerne Glauben machen wollen, sondern diese Ertragsschwäche ist und war für echte Experten immer leicht erkennbar. Denn wie volkswirtschaftlicher Reichtum ohne langfristige Kapitalbildung erreicht werden soll, bleibt das Geheimnis der CFR - Mitarbeiter und ihrer Simmulationsmodelle, die tatsächlich eine massive Kapitalvernichtung verursachten.

Die wirtschaftlichen Ungleichgewichte und Finanzexzesse haben nun die US - Wirtschaft verwundbar wie noch nie gemacht, so dass es auch den willfährigen deutschen Helfern der Amerikaner nicht entgangen sein dürfte, dass es

höchstwahrscheinlich auch

ohne die USA

mit der deutschen und europäischen Wirtschaftsentwicklung wesentlich schneller und nachhaltiger weiter gehen kann.

 

Die Verantwortlichen in New York und Washington können aber für alle Zeiten für sich die Urheberschaft in Anspruch nehmen, mit der größten

Finanzblase der Geschichte

der ganzen Welt ein Wirtschaftswunder vorgegaukelt zu haben, auf das sogar gestandene europäische Banker und Wirtschaftsmanager hereingefallen sind.

 

Das Resultat war die größte Geldvernichtung seit Jahrzehnten.

So bleibt denn nur noch die Frage:

Wohin gehen die USA in Zukunft wirtschaftlich?

 

Vernünftige wirtschaftliche und politische Perspektiven haben sie bei ihren Denkansätzen kaum, so dass nicht nur der DRSB e.V. gespannt darauf wartet, was möglicherweise dem zukünftigen US - Präsidenten Obama so alles noch an Simulationsszenarien einfallen wird.

 

 

             

 

DRSB

 

Wir kämpfen seit 20 Jahren mit der Stimme der Demokratie

für

einen modernen Sozialstaat,

sichere, langfristige Arbeitsplätze,

sinnvolle, gerechte und lernfähige Rentensysteme,

sichere, gerechte und leistungsfähige Sozialsysteme,

und für

korruptionsfreie Demokratie in Deutschland und der EU.

 

 

             

DRSB e.V.
Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Ikenstraße 8
40625 Düsseldorf
(Verwaltungssitz)
eMail: drsb@deutscher-rentenschutzbund-ev.de
Website: http://www.deutscher-rentenschutzbund-ev.de
Impressum

Wer wir sind
Links

Spenden für ein nutzmehrendes
deutsches Rentensystem