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DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Redaktionsteam

Leitung:

Udo Johann Piasetzky Andreas Kallen Hans - Josef Leiting

Düsseldorf, den 04. Februar 2009

 

 

Die Nachwehen der US - Kriege 
- Teil 48 -

VOLL DANEBEN

Unglaublich, aber wahr:

Bis zum Ende des zweiten Weltkrieges hatten die USA nicht einmal kleinste Ansätze eines funktionierenden geheimen Nachrichtendienstes im Ausland. Aufklärungsergebnisse beruhten ausschließlich auf reinen Zufällen oder waren das Ergebnis von Überläufern.

Selbst die „tapferen“ Teammitglieder von General William J. Donovan, die im „Aufklärungsclub“ OSS

Office of Strategic Services

während des zweiten Weltkrieges ihren Dienst versahen, konnten nur auf spärlichste Erfolge verweisen.

Diesem Defizit war man sich in Washington durchaus bewusst, so dass US - Präsident Truman ab August darauf bestand, ähnlich wie in anderen Staaten bereits vorhanden, ein koordiniertes System der Informationsgewinnung für die USA aufzubauen.

Das Gespräch zwischen US - Präsident Truman und General Donovan gilt vielen deshalb als die eigentliche Geburtsstunde der CIA. Und das, obwohl Truman den General sechs Wochen nach dem Abwurf der amerikanischen Atombomben auf Japan, am 20. September 1945, entließ und den Rest der OSS anwies, sich innerhalb von nur zehn Tagen vollständig aufzulösen. Faktisch war mit dieser Präsidenten - Order der Geheimdienst der USA vorübergehend abgeschafft.

Aber wie so vieles in den USA waren die ersten Entwürfe reines Flickwerk und nicht in der Lage die latenten Schwachpunkte der aufstrebenden Imperialmacht zu beseitigen.

Selbst die zarte „Romanze“ zwischen deutschen und amerikanischen Geheimdienstlern in den ersten Sommertagen 1945 in Berlin, konnten die amerikanischen Defizite nicht beseitigen. Auch die glühendsten Berichte von US - Captain John R. Boker, der noch immer als Entdecker von General Reinhard Gehlen gilt, konnten nicht darüber Hinwegtäuschen, dass die neuen amerikanischen Spione erst einmal von ihren deutschen Kollegen die Grundelemente der Spionage lernen mussten.

Gezielt wurden deshalb in den Hauptstandorten der CIA in Deutschland junge amerikanische Spione, die in der Regel nur Englisch sprachen und von europäischen Kulturen nicht das Geringste wussten, in der hohen Kunst der Spionage unterrichtet.

Auf dem Stundenplan von General Gehlen und seinen Männer, die größtenteils aus der Wehrmachtsabteilung

fremde Heere Ost

rekrutiert wurden, standen

Anstiftung zum Verrat,

die Kunst des Betruges, Erpressung und Sabotage.

Das Erlernen von Fremdsprachen hielten die CIA - Koordinierer aus Washington für überflüssig. In Ermangelung echten Wissens, Erfahrung und ethnischer Kenntnisse wurde das Fachgebiet

politische und psychologische Kriegsführung

nur gestreift.

Nach wenigen Monaten kannten die neuen amerikanischen Spione zwar ein paar Arbeitstechniken, was aber fehlte, waren echte Lehransätze und Erfahrungen. Gute Kenner der Szene behaupten dieses Manko hätten die Mitarbeiter des CIA noch heute.

Allen Dulles,

ein Gründungsvater der Central Intelligence Agency - kurz CIA - fasste seine Begeisterung über die Anwerbung von General Gehlen in die markigen Worten:

Zitat

„Im Spionagegeschäft gibt es selten Heilige.

Er ist auf unserer Seite und nur das zählt“.

Zitat Ende.

Die noch in der Babywiege liegende CIA übernahm bereits 1949 die Organisation Gehlen und formte daraus 1956 den deutschen Bundesnachrichtendienst. Der Ursprung des damaligen westdeutschen BND lag also in Washington.

Jeder gut ausgebildete Geheimdienstler kennt und berücksichtigt deshalb bei seiner Arbeit den Grundsatz:

Staaten haben keine Freunde, nur Interessen.

Daraus resultiert, dass jede Verbindung gefährlich ist und es befreundete Geheimdienste nicht gibt. Möglicherweise vergessen hin und wieder einmal CIAler und BNDler den vorgenannten Grundsatz, was ja unter Berücksichtigung der Wurzeln des BNDs vordergründig verständlich erscheinen mag.

Nachdem die Berliner Mauer errichtet war, wurde den Amerikanern langsam bewusst, dass die Russen in Deutschland auf dem besten Weg waren, den kalten Krieg der Geheimdienste zu gewinnen.

Ob nun Polen, Ukrainer, Letten oder Tschechen, die Geheimdienstler der ehemaligen Sowjetunion kannten den Feind im Westen weit aus besser als die Amerikaner den ihren im Osten.

Weitere Grundsätze für gut ausgebildete Geheimdienstler lauten deshalb:

Man kann einen Feind nur bekämpfen, wenn man ihn kennt.

Wer sich in Ideologien verstrickt,

bekommt keine zuverlässigen Informationen.

Die damals jungen amerikanischen Spione bekamen die Grundsätze mit auf ihren Weg. Schaut man kritisch auf die anhaltenden Fehlleistungen und Fehleinschätzungen der

CIA - Mitarbeiter, liegt die Vermutung nahe, dass ehemalige Jungspione ihr erlangtes Wissen nicht weitergeben konnten oder gar durften.

Korea, Vietnam, Afghanistan oder natürlich auch der Irak legen davon Zeugnis ab, obwohl die CIA gegründet wurde, um ein zweites Pearl Harbor zu verhindern. 

Wenn die Informationen des amerikanischen DRSB - Rechercheteams sich bewahrheiten sollten, so ist der amerikanische Geheimdienst heute noch ebenso unkoordiniert, ungeordnet und uneffektiv, wie schon zu Beginn. Anders ist nicht erklärbar, dass ein umfassender nachrichtendienstlicher Bericht mit gesicherten Erkenntnissen über Terroranschläge den Politikern in Washington vorgelegt wurde, der aber offensichtlich keinerlei Berücksichtigung fand. Angeblich soll dieser Bericht bereits am 11. September 1998 im Weißen Haus vorgelegen haben.

Fehlbeurteilungen und Fehleinschätzungen jagen einander, so dass verlässliche Entscheidungen dem Zufall überlassen werden müssen.

Wen aber wundert so etwas bei den Amerikanern noch?

Gleichgültig ob Politiker, Banker, Filmproduzent oder IT - Manager, die Amerikaner neigen ganz offensichtlich zu Fehlbeurteilungen und Fehleinschätzungen und das schon über Jahrzehnte hinweg.

Kleine Auswahl gefällig?

US Präsident Grover Cleveland

1885 bis 1889 und 1893 bis 1897

Zitat aus dem Jahr 1905:

Verantwortungsbewusste

und vernünftige Frauen wollen gar nicht wählen“.

Zitat Ende.

Filmproduzent Darryl F. Zanuck

Zitat aus dem Jahr 1946:

Das Fernsehen hat keine große Zukunft.

Die Menschen werden

es bald satt haben, eine Sperrholzkiste anzuglotzen“.

Zitat Ende.

IT - Manager Bill Gates

Zitat aus dem Jahr 1975:

Ich denke, 640KB Speicher sollten für jeden User reichen“.

Zitat Ende.

Anmerkung der DRSB - Redaktion:

Bereits seit Jahren sind Arbeitsspeicher von 1 Gigabyte im Einsatz.

Das ist rund das 1640Fache von Gates Annahme.

Ex - US - Notenbankchef Alan Greenspan

Zitat aus dem Jahr 2008:

Ich habe einen Fehler in meiner Ideologie gefunden.

Nie hätte ich geglaubt,

dass der freie Kapitalmarkt eine solche Krise zulassen würde“.

Zitat Ende.

Jetzt wissen deutsche Bürger, die infolge der US - Finanzkrise ihren Arbeitsplatz verloren haben oder noch verlieren werden, warum das der Fall ist, weil Alan Greenspan einen Fehler in seiner Ideologie gefunden hat.

Diese perverse und zynische Aussage hilft weder den Arbeitslosen noch den Bürgern weiter, die ihr Geld in den USA verbrennen durften.

Aber sie wissen jetzt warum Arbeitsplätze und Geld verloren sind.

Ein altes, leicht abgewandeltes deutsches Sprichwort besagt:

Wer solche Freunde hat, die ständig

VOLL DANEBEN

liegen, braucht keine Feinde mehr.

Der Gründungsgedanke für die CIA, im Sommer im Jahr 1945, hat daran bis heute nichts ändern können.

Fehlbeurteilungen bleiben Fehlbeurteilungen

und

Fehleinschätzungen bleiben Fehleinschätzungen.

 

 

             

 

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