DRSB
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Redaktionsteam
Leitung:
Udo Johann Piasetzky • Andreas Kallen • Hans - Josef Leiting
Düsseldorf, den 20. April 2009
Return to the hot war
[ Rückkehr zum heißen Krieg ]
Ein kleines Dorf in Gallien leistete, gemäß der Asterix- und Obelixhefte, standhaft Wiederstand gegen die Besatzungsmacht der Römer.
43 Jahre
verweigerte das stolze, wirtschaftlich erfolgreiche und freiheitsliebende Frankreich die sklavische Eingliederung in die obsoleten NATO - Strukturen.
Bis zu dem Zeitpunkt als im März 2009, ein gewisser Nicolas Sarkozy seine Gallier und deren Freunde dem
Imperium Americanum
bedingungslos auslieferte.
Frankreich
beabsichtigt nach 43 Jahren seine politische und militärische Sonderrolle aufzugeben.
Man möchte wieder zurück in die von den USA dominierte Kommandostruktur der NATO.
Der denkwürdige Entschluss des französischen Präsidenten
Nicolas Sarkozy
bedeutet für die meisten französischen Bürger einen Bruch mit den Traditionen seiner verantwortungsbewussten, dem französischen Volk stets verbundenen Amtsvorgänger und wird von vielen europäischen Bürgern und einigen aufgeweckten Politikern sehr kritisch beurteilt.
Nicolas Sarkozy
liebt dramaturgisch inszenierte Auftritte und verkündete die beabsichtigte Rückkehr in den Schoß der Amerikaner vor der eindrucksvollen Kulisse der traditionsbewussten
École militaire
vor französischen Akademikern, Abgeordneten, Diplomaten sowie amtierenden und ehemaligen Ministern.
Die angestrebte sklavische Einbindung in die NATO wurde gezielt seit dem Amtsbeginn von dem selbstausgerufenen Freund Amerikas betrieben, so dass der Eindruck entstehen kann, dass Nicolas Sarkozy höchstwahrscheinlich lediglich damit die Interessen der mächtigen Industriefamilien in Frankreich verfolgen möchte, die ihre wirtschaftlichen Schwerpunkte mehr dem atlantischen Netzwerk angleichen und unterordnen wollen.
Dieser kalte Bruch mit den französischen Traditionen ist umso merkwürdiger, wenn man berücksichtigt, dass in den Staaten Osteuropas, die sich unüberprüft, überhastet und völlig euphorisch der NATO oder auch der EU hingaben, eine stetig anwachsende Enttäuschung breit macht.
Die Mehrheit der Bürger in
Estland, Lettland, Litauen, Polen, Ukraine sowie auch in Georgien
realisieren, trotz des gegenläufigen medialen amerikafreundlichen Trommelfeuers, dass ihre Länder lediglich zum amerikanischen Aufmarschgebiet dienen und die Bürger aus der Sicht der Mächtigen in Washington als reines Kanonenfutter verbraten werden sollen.
Viele Bürger in diesen Staaten beherrschen nicht nur die russische und deutsche Sprache sondern auch die Englische.
Die schriftlichen Machwerke des ausgewiesenen amerikanischen Russenhassers,
Zbigniew Brzezinski,
werden nach vorliegenden Information, zwar nicht in den neuen EU - Ländern oder den neuen NATO - Staaten vertrieben, doch sind die revanchistisch gefärbten Bücher des geborenen Polen in allen anderen EU - Staaten leicht zu erwerben.
In seinem Standardwerk,
The Grand Chessboard
[ Das große Schachbrett ],
dass den russischen Politikern und Militäranalytikern zur Beurteilung der wahren amerikanischen Absichten dient, hat der Russenhasser
Zbigniew Brzezinski,
eindrucksvoll beschrieben, was die Russen sowie ihre Freunde in Zukunft von den USA tatsächlich noch alles so zu erwarten haben.
Wer sich die Zeit nimmt und die deutsche Ausgabe mit dem vielleicht treffenderen Titel,
„Die einzige Weltmacht“,
durchliest, macht sich hinterher ernsthaft Sorgen um West- und Osteuropa.
Denn schaut man ohne ideologische Brille auf den seit Jahrzehnten schwelenden Konflikt zwischen Israel und dem palästinensischen Volk und sieht auf das Versagen der USA im Nahen und Mittleren Osten, dann kann man sich leicht das vermutlich bevorstehende militärische Desaster auf europäischen Boden ausmalen.
Denn jedes ernsthafte Kräftemessen sowie jegliche echte Prüfung führten für die amerikanische Armee zu Niederlagen.
So war es in Korea und Vietnam, so wird es im Irak sein. In den vorgenannten politischen und militärischen Desastern brachten sich die Mächtigen in Washington immer selbstverschuldet in arge Bedrängnis.
Das Herumirren des schwarzen Mannes im weißen Haus, zu den anstehenden Problematiken im
Iran und Irak
zeigen eindeutig in die Verliererrichtung. Dabei ist für die USA nicht der Fehlschlag im Irak das eigentliche politisch gravierende Kernproblem sondern der damit verbundene unaufhaltsame Aufstieg des Irans zur uneingeschränkten Macht am Persischen Golf.
Nicht nur die moralische Verrohung, die ständigen intellektuellen Pannen sondern die tatsächlich Leere amerikanischer Politik entrüsten die Muslime weltweitweit.
Ob nun Schiiten oder Sunniten, sie alle wissen es nur zu genau, wenn kein Erdöl mehr im Wüstensand zu finden sein wird, endet jegliches Interesse der USA im Nahen und Mittleren Osten abrupt.
Wer also als Europäer hören kann, der höre, und wer lesen kann, der sollte lesen, was der Russenhasser
Zbigniew Brzezinski
schon so alles von sich gab.
Zitate Auszüge:
„Die Nato bietet nicht nur den institutionellen Rahmen für die Ausübung des amerikanischen Einflusses auf die europäischen Angelegenheiten, sondern auch die Grundlage für die politisch entscheidende Militärpräsenz der USA in Westeuropa.
Im Zuge der europäischen Einigung wird jedoch diese Verteidigungsstruktur an die neue Wirklichkeit des Bündnisses angepasst werden müssen, dass noch immer auf einer mehr oder minder gleichberechtigten Partnerschaft beruht und eben nicht mehr eine Allianz ist, in der es, um traditionelle Begriffe zu gebrauchen, einen Hegemon und dessen Vasallen gibt“.
Zitat Ende.
Die geplante Restrukturierung der NATO, nach den Vorstellungen der USA, läuft unweigerlich auf einen beabsichtigten Ausbau der amerikanischen Vormachtstellung heraus und wird trotz der möglichen französischen Präsenz das Bündnis und die EU weiter schwächen.
Russland so wie seine befreundeten Staaten misstrauen deshalb mit zunehmender Geschwindigkeit den Westeuropäern, denn die strategischen NATO - Systeme schieben sich stetig langsam immer weiter nach Osten vor und bilden dadurch an den Ostgrenzen der EU auch parallel die östlichste Frontlinie der NATO.
Der denkwürdige einsame Entschluss des französischen Präsidenten
Nicolas Sarkozy
wird dieses Misstrauen weiter rapide anwachsen lassen und die eigentlichen Ambitionen der USA schonungslos offen legen.
Wann sprechen, außer dem DRSB e.V.,
verantwortungsbewusste europäische Politiker einmal aus,
dass die sklavische Unterordnung der NATO unter amerikanischer Militärtechnik und Oberbefehl mit der Selbstachtung der europäischen Bürger auf längere Sicht nicht mehr vereinbar erscheint?
Wohin soll ein gemeinsamer Weg mit den USA führen?
werfen die Mächtigen in Washington den Rückfall in die Autokratie vor.
werfen die Mächtigen in Washington die Willkür des Einparteiensystems vor.
werfen die Mächtigen in Washington pauschal das Verharren in der koranischen Gesetzgebung vor und versuchen diese Staaten mit muslimischer Dominanz gezielt zu desavouieren.
Engagierte Bürger in
Estland, Lettland, Litauen, Polen, Ukraine sowie auch in Georgien
erfahren deshalb täglich am eigenen Leib, dass eine Zusammenarbeit mit Russland auf Dauer bessere Ergebnisse für die Bürger liefern kann, als die bereits durchgeführten
Exploitationen der USA,
die sich teilweise noch im Anfangsstadium befinden.
Der schwarze Mann im weißen Haus steht heute sachlich betrachtet vor dem gleichen politischen und militärischen Scherbenhaufen wie einst Lyndon B. Johnson im Februar 1968, als der vermeintlich unterlegene Vietkong, die so genannte Neujahrsoffensive begann.
Damals wie heute
kamen den Mächtigen in Washington jegliche Möglichkeiten abhanden, sinnvolle politische Lösungen umzusetzen.
Damals wie heute
steht die oftmals fälschlicherweise hochgelobte US - Armee vor der bitteren Enttäuschung eines erneuten Versagens.
Die amerikanische Außenpolitik, ist trotz der charmanten Bemühungen von
Hillary Clinton,
ein einziger Torso, denn ihr liegt kein schlüssiges Gesamtkonzept zugrunde.
Die Patt - Situationen in Afghanistan, Palästina und im Irak verdeutlichen auf tragische Weise den Zustand der politischen Lähmung in Washington. In der amerikanischen Bevölkerung herrscht deshalb schon seit Monaten Resignation statt Begeisterung vor. In den provisorischen Zeltansiedlungen der Obdachlosen in den USA gibt es nur noch Dilemma und keinerlei Hoffnung mehr.
In einem solchen aufheizenden Klima die Schuld für das eigene politische und wirtschaftliche Versagen dem Ex - Oberstleutnant des KGB,
Wladimir Putin,
in die Schuhe zu schieben, ist für die Wahrheitsverfälscher der CIA ein Kinderspiel.
Wer kurzfristig kostengünstig das russische Erdöl und Erdgas benötigt, wird rücksichtslos in der Erfindung von Konflikten sein, denn die
Islamische Republik Pakistan
droht auseinander zu brechen und wird sich voraussichtlich von den USA recht bald völlig distanziert haben.
Die von der USA aufgebauten Nachschub- und Versorgungswege für billiges Erdöl sind dann nicht mehr zu sichern. Sprengstoffanschläge auf Pipelines gehören dann wieder zu den Tagesmeldungen in den Medien.
Die Erkenntnis, dass der so genannte Krieg gegen den Terrorismus überhaupt nichts gebracht hat, sondern das Treibmittel für sein langjähriges Fortbestehen ist, wird noch von den Mächtigen in Washington verdrängt. Selbst der schwarze Mann im weißen Haus glaubt weiterhin fest daran, dass der Krieg gegen den Terrorismus noch zu gewinnen ist. Diesen gefährlichen Unsinn verbreiten die amerikanischen genauso wie die europäischen Medien, fast schon gebetsmühlenartig.
Ein Krieg gegen den Terrorismus wird keine Armee der Welt gewinnen können, denn der Terrorismus ist lediglich eine nicht näher definierte effektive Methode des Kampfes.
Ein eindeutiger Gegner lässt sich deshalb schwer zu definieren und den so genannten
Islamofaschismus
als Kriegsgegner zu bezeichnen, zeigt die wahre Hilflosigkeit amerikanischer Politiker.
Dabei wächst auf dem wirtschaftlichen
Nebenkriegsschauplatz der USA
das Außenhandelsdefizit so gewaltig an, dass der Druck auf diesen Kessel demnächst zur Explosion führen kann. Die Finanzprobleme sowie das Wirtschaftschaos mit China sind eigentlich vorgezeichnet und wurden mehrfach in DRSB - Artikeln abgehandelt.
Genau hier müssen sich alle verantwortungsbewussten Europäer die Frage stellen:
Welche Folgen hat das für uns?
Luxemburgische, Italienische, französische, spanische aber auch belgische, niederländische und deutsche Banken, sowie natürlich die Schweizer Bankenelite haben sich im blinden Vertrauen auf die vermeintliche Unverwundbarkeit der
US - Finanz- und Wirtschaftssysteme
in verantwortungsloser Art und Weise in Amerika engagiert und müssen nun mit den gigantischen Verlusten ihrer Fehleinschätzungen zu recht kommen.
Die in den USA noch immer vorherrschende calvinistisch - mosaische Staats- und Wirtschaftsphilosophie, dass der Reichtum der Amerikaner die Bestätigung einer gewissen göttlichen Auserwähltheit sei, spiegelten sich nicht nur in den Aussagen von George Walker Bush wieder.
Eine Auseinandersetzung mit China oder gar Indien können sich die USA nicht mehr erlauben, so dass ihr Hunger auf Lebensnotwendiges in West- und Osteuropa gestillt werden muss. Hier haben sie nach ihrer Ansicht noch funktionierende Netzwerke und andere willfährige Hilfssysteme.
Da der Erdölpreis voraussichtlich bereits dieses Jahr in nie gekannte Höhen steigen könnte, werden die geschilderten Szenarien des Russenhassers
Zbigniew Brzezinski
Nicolas Sarkozy
eine Rückkehr zum heißen Krieg in den Fokus der Realität stellen. Die Europäer sollten sich vor der Illusion schützen, dass der schwarze Mann im weißen Haus sie davor bewahren möchte.
Denn wenn die USA ihr eigenes Haus, wie vom DRSB e.V. geschildert, mit rücksichtslosen und brutalsten Mitteln in den Griff bekommen haben, werden sie neue Exploitationsmöglichkeiten sofort angehen.
Hoffentlich wirkt, bei unseren stolzen gallischen Freunden, bis dahin wieder der
der schon Asterix und Obelix beflügelte, sonst droht allen Europäern tatsächlich der leidvolle Weg der
return to the hot war
[ Rückkehr zum heißen Krieg ].
DRSB
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