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DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Redaktionsteam

Leitung:

Udo Johann Piasetzky Heinrich Sternemann Hans - Josef Leiting

Düsseldorf, den 07. Mai 2009

 

 

Die Nachwehen der US - Kriege 
- Teil 54 -

Die Kunst, unerwünschte Tatsachen zu verdrehen,

verschwinden zu lassen oder totzuschweigen

 

Weitsichtig, im politischen Sinne, war im US - Außenministerium selten einmal ein Politiker.

Dieses jahrzehntelang anhaltende Chaos bei der Beurteilung anderer Weltgebiete wurde auch nicht nach dem 2. Weltkrieg unterbrochnen, denn die Planungen der USA waren weder durchdacht noch gründlich.

Erst nachdem die westlichen Militärmachthaber erkennen mussten, dass ihre russischen Kollegen mit System und Verstand an den Wiederaufbau in ihrer Besatzungszone gingen, erlangte der industrielle Wiederaufbau in den englischen, amerikanischen sowie der französischen Besatzungszone höchste Priorität, weil man in Washington völlig zu Recht befürchtete, dass die Russen ihre Symphatiewerte täglich steigern würden. Hierüber berichtete der DRSB e.V. bereits ausführlich, so dass interessierte Leser die Möglichkeit zum Nachlesen haben.

 

Mit dem Aufbau einer ganzen Reihe von amerikanisch inszenierten und kontrollierten Netzwerken, hat man aus der Sicht der Mächtigen in Washington, bis heute zufriedenstellende Ergebnisse erzielen können.

Mit dem so genannten Marshall - Plan bereiteten die USA den Boden für umfängliche Direktinvestitionen amerikanischer Konzerne und legten das Fundament für die konsequente, systematische Ausbeutung von ganz Westeuropa.

Schon 1975 beschrieb die Zeitschrift

Business Week,

dass die US - Konzerne im geschaffenen Rahmen der europäischen Nachkriegspolitik und vor allem Dank der bestens funktionierenden menschlichen Europa - Netzwerke gut florierende, expansive und lukrative Geschäfte abwickeln konnten.

Die Business Week hob insbesondere den

Schutzschirm der amerikanischen Macht

hervor, der vor negativen Entwicklungen schützt und unter dem man gefahrlos Ressourcen und Rohstoffe kostengünstig abziehen konnte.

Sicherlich könnten solche Berichterstattungen heute die interne „Zensur“ nicht mehr passieren, doch noch in der Mitte der siebziger Jahre schrieb und redete man sehr locker über die ehemaligen Kriegsfeinde und Kriegsfreunde sowie über deren Ausbeutung.

In anderen Gebieten waren die Mächtigen in Washington weder vom Glück verfolgt noch erfolgreich bei der Umsetzung der gezielten Ausbeutung oder gar beim Aufbau menschlicher, den USA dienlicher, Netzwerke.

Ende 1945 beschriebenen einige Mitarbeiter des US - Außenministeriums die

saudi - arabischen Erdölvorräte als eine

gewaltige Quelle der strategischen Macht.

Überschwänglich bezeichneten die Staatsangestellten in Washington die Golfregion als einen der größten Hauptgewinne in der Weltgeschichte sowie als reichstes wirtschaftliches Betätigungsfeld für interessierte US - Investoren.

Für General Eisenhower war es sogar die

strategisch wichtigste Region der Welt.

Die britischen Strategen im Verteidigungs- und Außenministerium gelangten erst 1947 zu der Ansicht, dass die unvorstellbaren Bodenschätze der afrikanischen Region einen erheblichen Anreiz für jede Macht bieten wird, weltweite Einflussnahme und Vorherrschaft anzustreben.

Deshalb beschloss man gemeinsam mit den USA, durch hintertriebene, legalistische Manöver, Frankreich vollständig aus der Region zu verdrängen.

Die angewandten Maßnahmen greifen bis heute, so dass die USA im Laufe der Zeit auch Großbritannien, quasi zum Juniorpartner degradierten.

Ob es rechtens oder nicht rechtens, freiheitsdienlich oder freiheitsfeindlich war und ist, die USA gebärdeten sich in der Golfregion von Anfang an wie die absoluten Herrscher. Auf die Wünsche und Gefühle der Menschen in dieser Weltregion nimmt man bis heute keinerlei Rücksicht. Man Missbraucht die Muslime, wann immer man sie benötigt, ausschließlich als zweitrangige Handlanger.

Im Zeitalter des Terrors sind die Angriffe auf das World Trade Center womöglich deshalb sogar nur ein Ausdruck der Ohnmacht der Menschen in der Golfregion. Denn im Kontext der so dargestellten neuen Ära humanitärer Interventionen und des internationalen Terrorismus wurde die abwegige Theorie von einem so genannten gerechten Krieg wiederbelebt.

So gilt noch immer die Flächenbombardierung und Besetzung von Afghanistan, bei den atlantischen Netzwerkern als Paradigma für einen Krieg, der verzweifelt die fragwürdige Zustimmung einfordern möchte, als gerechter Krieg bezeichnet zu werden.

Anders denkende Menschen werden sofort von den Medien in Deutschland, Westeuropa und den USA als

Isolationisten, Intellektlose

oder sogar als

doktrinäre Linke

diffamiert, diskreditiert und letztendlich als ewig Gestrige abgestempelt.

Doch wann wird ein Krieg zum gerechten Krieg?

Welche Bedingungen muss ein gerechter Krieg erfüllen?

Dürfen alle souveränen Staaten einen gerechten Krieg starten?

Nach offizieller amerikanischer Darstellung wurde doch Afghanistan bombardiert und besetzt, damit man die Taliban zur Auslieferung von afghanischen Bürgern zwingen konnte, die angeblich in die Anschläge vom 11. September 2001 verwickelt waren.

Bis heute konnten die USA keinerlei

Beweise für eine Beteiligung von afghanischen Bürgern vorlegen!

Reicht es also aus,

wenn man lediglich [ selbst- ] gerechte Absichten verkündet?

Ein solches

reductio ad absurdum

würde jedoch voraussetzen, dass alle Staaten, außer natürlich die USA, sich einem Universalitätsprinzip unterwerfen.

Oder dürften zu Unrecht beschuldigte und angegriffene souveräne Staaten im Umkehrschluss mit Recht dann auch die USA bombardieren oder besetzen?

Hätte demzufolge Afghanistan die legale Möglichkeit mit den zur Verfügung stehenden militärischen Mitteln das amerikanische Volk anzugreifen?

Und wenn nicht, warum nicht?

Ist womöglich

die Bombardierung von Afghanistan, rein völkerrechtlich gesehen, amerikanischer Staatsterrorismus?

Und wenn ja,

warum durfte diese Frage bis heute nicht öffentlich gestellt werden?

Folgt man unwidersprochen der calvinistisch / mosaisch gefärbten amerikanischen Argumentation, dass der Terrorismus absolut böse sei und daher als Antwort eine reziprok absolute Doktrin verdiene, dann müsste auch Saudi - Arabien sowie Deutschland unverzüglich bombardiert werden, denn die Attentäter vom 11. September 2001 waren geborene Saudis und lebten zu Teil in Deutschland.

Wie sagte doch der texanische Vorgänger des schwarzen Mannes im weißen Haus

Zitat George Walker Bush:

Wer Terroristen beherbergt, ist selbst Terrorist; wer Terroristen hilft und sie begünstigt, ist selbst Terrorist und wird auch so behandelt“.

Zitat Ende.

Sind Deutsche aus amerikanischer Sicht jetzt alle Terroristen?

Wohl kaum ein deutscher Bürger würde die amerikanische Doktrin, dass massive Bombenangriffe eine vollkommen legitime amerikanische Reaktion auf terroristische Verbrechen sind, jetzt noch akzeptabel finden.

Oder doch?

Denn dann bedeutet der Umkehrschluss aus dieser reziproken absoluten Doktrin, dass die Bombardierung zum Beispiel von Washington eine legitime oder gar politisch ausgewogene Reaktion auf terroristische Anschläge wäre.

Vorausgesetz die Informationen sind zutreffend, dass die USA erst den islamisch geprägten Terrorismus ermöglichten und förderten

[ der so genannte Zbigniew Brzezinski - Effekt ],

so dürften, nach der amerikanischen Logik, die Terroropfer England, Frankreich, Spanien und sogar Deutschland einen gerechten Krieg gegen die USA ausrufen und alle amerikanische Einrichtungen auf der ganzen Welt bekämpfen.

Die Folgerungen, die aus dem Universalitätsprinzip gezogen werden könnten, reichen also weit über die imaginären Darstellungen des DRSB e.V. hinaus und würden heute schon den Chinesen, Indern, Irakern oder auch den Afghanen und Sudanesen das Recht einräumen mit den USA einen gerechten Krieg zu führen.

Legt man das wissenschaftlich interessante Oxforder

Proportionalitätsprinzip

zugrunde hätten alle zu Unrecht angegriffenen souveränen Staaten jedes Recht zu massiven Gegenschlägen auf die staatlichen Rechtsverletzer.

Denn die Schutzbehauptung der Mächtigen in Washington, dass die Angriffe auf Afghanistan, sowie deren Besetzung, keine kriminelle Handlung gewesen sei, lässt sich nur noch unter der Voraussetzung aufrechterhalten, dass die Schicksale der vielen tausend zivilen Opfer den verantwortlichen Verursachern gleichgültig sind und waren.

Die direkten Auswirkungen der amerikanischen Gewalt auf die Muslime, nicht nur in Afrika, erfordern ein kritisches europäisches Nachdenken und Handeln.

Die Perspektive der moralischen Rechtgläubigkeit haben die USA sowieso für immer eliminiert.

Die amerikanische Kunst,

unerwünschte Tatsachen zu verdrehen,

verschwinden zu lassen oder totzuschweigen lässt täglich nach und wird die Wahrheit über die USA zum Alptraum mutieren lassen.

 

 

             

 

DRSB

 

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