DRSB
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Redaktionsteam
Leitung:
Udo Johann Piasetzky • Christian Hindahl • Heinrich Sternemann
Düsseldorf, den 23. September 2009
Was machte Afghanistan aus der
ROTEN ARMEE?
Kann den USA,
den Briten oder Deutschland Vergleichbares widerfahren?
Mehr als 50 Jahre lang war es der Albtraum von Bürgern in Westeuropa und den Offizieren der NATO - Streitkräfte, dass die so bezeichnete
ROTE ARMEE
den Westen überfallen und Westdeutschland, die Niederlande, Frankreich, Belgien, Luxemburg, die Schweiz und Österreich im Handstreich nehmen könnte.
Panzerkolonnen mit dem Roten Stern auf dem Weg nach Brüssel, Genf oder Wien sowie die Bombardierung von Amsterdam, Bonn und Paris waren damals keine realitätsfernen Vorstellungen.
Es mag für viele Bürger unvorstellbar sein, doch noch im Jahr 1985 [ Machtübernahme von Gorbatschow ] hatte die Sowjetunion in Ostdeutschland sowie in anderen osteuropäischen Staaten rund vier Millionen Soldaten unter Waffen.
Aufgeteilt in taktische und strategische Einheiten schipperte die sowjetische Flotte mit einem Arsenal von geschätzten 45 000 nuklearen Sprengköpfen über vier Weltmeere.
Die Luftwaffe war genau wie die der Amerikaner ständig in der Luft und die Landstreitkräfte verfügten über zahlreiche Spezialeinheiten für den Untergrundkampf sowie über hochqualifizierte Elitetruppen mit gefährlichen Scharfschützen.
Als im Jahr 1979 große Teile der weltweit gefürchteten
ROTEN ARMEE
in Afghanistan einmarschierten, war für viele sofort klar, dass diese hoch gerüstete Armee mit den aufständischen
Belutschen, den Mudschaheddin, Tadschiken, Paschtunen
und
Usbeken
kurzen Prozess machen würde.
Wie so oft im Leben kam es völlig anders als erwartet. Knapp zehn Jahre lang rieben sich die besten Einheiten der ROTEN ARMEE, die Elitetruppen des KGB sowie die dem Generalstab direkt unterstellten Kommandoeinheiten in zähen und endlosen Kämpfen mit
Belutschen, den Mudschaheddin, Tadschiken, Paschtunen
und
Usbeken
auf.
Als sich im Gründungsjahr des DRSB e.V. - 1988 - die endgültige Niederlage der
ROTEN ARMEE
abzeichnete, weigerte sich Michail Gorbatschow, die Soldaten noch länger in einem mörderischen Abnutzungskrieg sterben und verstümmeln zu lassen.
Der qualvolle sowie verlustreiche Rückzug dauerte vier Jahre und wurde begleitet durch ständige Attacken auf die sich zurückziehenden sowjetischen Militärkonvois.
Völlig unsinnig starben viele tausend
sowjetische Soldaten oder wurden verstümmelt
und für ihr Leben gezeichnet.
Die sowjetischen Soldaten und Offiziere, die schließlich unversehrt und unverletzt in ihre jeweiligen Standorte zurückkehrten, fühlten sich von den Machthabern im Moskauer Kreml im Stich gelassen, gedemütigt und letztendlich verraten.
Vorgänge, die bei den meisten Kolonialarmeen, die nach ihren Niederlagen - quasi Hals über Kopf - in die Heimat verlegt wurden, zu beobachten ist. So war es für die Franzosen nach der Niederlage in Indochina, genauso wie für die Amerikaner nach dem Rauswurf aus Vietnam.
Militärische Niederlagen nähren immer Gefühle
von Verachtung und Hass auf den Staat, die Regierung oder auf einzelne verantwortliche Politiker.
Bekanntlich rekrutierten Kartelle aus transnationalen Organisationen der ehemaligen UdSSR Zehntausende von Afghanistanveteranen, die in ihrer Verbitterung zu allem bereit waren und für ein paar Rubel für jeden kämpften.
Zwei Beispiele stehen für eine Vielzahl von Aufständen, Verbrechen und kriegerischen Handlungen.
1.
Im Oktober 1993 verbarrikadieren sich im Gebäude des alten Obersten Sowjet General Rutskoi und Afghanistanveteranen.
Michail Gorbatschow lässt umgehend Panzer auffahren und bricht dadurch den Aufstand der rebellierenden Soldaten.
2.
Der hochdekorierte Luftwaffengeneral Dudajew und seine tschetschenischen Unabhängigkeitskämpfer proklamieren im Dezember 1994 den Bruch mit der Regierung in Moskau und erklären die Abspaltung der kleinen Republik im Nordkaukasus.
Die noch Mächtigen im Kreml versuchen mit einem ganzen Regiment Fallschirmjäger die Hauptstadt Grosny zu nehmen.
Das niederschmetternde Resultat ist ein grausamer Krieg der länger als drei Jahre dauert.
Tausende Leichen blutjunger Russen werden in schmucklosen Zinksärgen in ihre Heimat überführt.
Und Grosny wurde in Schutt und Asche gelegt. Am Ende war man bis auf die Knochen blamiert und stand als grausamer Kriegstreiber da.
Was können wir aus
diesen Albträumen der ROTEN ARMEE lernen?
Die Demobilisierung der sowjetischen Einheiten geschah zwischen 1990 und 1995 oftmals unter menschenunwürdigen Verhältnissen. Soldaten, Unteroffiziere und Offiziere mit ihrer Familien mussten zeitweise in Containern hausen und wurden schlichtweg miserabel bezahlt, drangsaliert und schikaniert.
Die ehemals im Westen gefürchtete ROTE ARMEE wurde so kurzzeitig zur Wiege von Aufständischen und Killern.
Man wollte und musste mit den Familien überleben.
Die oberflächlichen Politiker in unserer Heimat werden jetzt empört rufen:
„So etwas ist bei uns völlig undenkbar?“
Völlig undenkbar?
Vielleicht hilft es den deutschen Kriegsprotagonisten von SPD und Bündnis 90 / Die Grünen, wenn der DRSB e.V. einmal einen Blick nach England und in die USA wirft.
Glaubt man den Medienberichten und hinterfragt in der britischen Bevölkerung nach ihren Einstellung zu amerikanischen Erdölkriegen im Irak und Afghanistan, dann stellt man sehr schnell eine wachsende Kriegsmüdigkeit fest.
Obwohl die britischen Soldaten medizinisch gut versorgt werden, geraten sie im alltäglichen Leben schnell in Vergessenheit und müssen mit ihren Verwundungen oder Verstümmelungen selbst zu Recht kommen.
Diese gesellschaftliche Entwicklung
zeichnete sich auch nach dem Falklandkrieg ab.
Verwundete oder verstümmelte amerikanische Soldaten werden bestens versorgt und erhalten die modernsten Prothesen. Nach den Reha - Aufenthalten werden sie aber ins normale Leben entlassen, meist nur mit einer kleinen Überlebungsrente.
Wie schon ihre Vietnamveteranen feststellen mussten, zählt ihr Einsatz von Gesundheit und Leben dann nicht mehr das Geringste.
Ein paar warme Worte vom Präsidenten, vom Gouverneur oder vom Bürgermeister und ab in die „Vergessenheit“ oder „Armut“.
Bedauerlicherweise zählt in den USA immer noch nur der absolut „Gesunde“ und „Leistungsfähige“.
Und über die miesen Sozialmodelle in den USA berichtete der DRSB e.V. ausführlich.
„Ist so etwas völlig undenkbar in unserer Heimat?“
Die Wirtschaftskrise wird vermutlich schon ab Mitte Oktober 2009 die Arbeitslosenzahlen hochschnellen lassen. Bereits 4,5 Millionen Arbeitslose werden die politische Lage äußerst prekär verschärfen können.
Dank der „tatkräftigen Leistung“ von SPD und Bündnis 90 / Die Grünen wurde in unserer Heimat die
[ Armuts- ] Agenda 2010
eingeführt und damit ein Großteil unseres Sozialstaates gekippt.
Es waren die Kriegsprotagonisten von
SPD und Bündnis 90 / Die Grünen,
die gesunde junge Deutsche zum ersten Mal nach dem zweiten Weltkrieg wieder in Kriegseinsätze geschickt haben.
Das Herumlamentieren dieser Kriegsprotagonisten von Friedenseinsätzen widerlegen die Pressemeldungen eigentlich schon jeden Tag, so dass davon auszugehen ist, dass die Anzahl von getöteten, verstümmelten und verwundeten Soldaten steil ansteigen wird.
Die Diskussion bei einigen Versicherungsgesellschaften, ob und inwieweit sie Lebensversicherungen für in Kriegshandlungen getötete Deutsche zahlen müssen, zeigt als Spitze des Eisbergs, was die Familien von getöteten Soldaten sowie Verwundete oder Verstümmelte wirklich zu erwarten haben.
Von den Kriegsprotagonisten von
SPD und Bündnis 90 / Die Grünen
höchstwahrscheinlich äußerst wenig, denn vor der Bundestagswahl 2009 kümmert man sich um das eigene Überleben im Parlament und sucht nach Alternativen, wenn es mit den Abgeordnetenbezügen zu Ende geht. Danach bereitet man sich auf weitere Wahlen vor.
Da bleibt womöglich wenig Platz für tote, verstümmelte oder verwundete Angehörige der Bundeswehr.
Außer ein paar warmen Worten dürfen unsere tapferen Jungs nicht viel mehr erwarten.
Was Afghanistan aus der ROTEN ARMEE machte, kann den USA, den Briten und Deutschland genauso - in nur leicht veränderter Form - widerfahren.
Deshalb erneut der DRSB - Apell an alle deutschen Politiker:
„Kein Blut für Erdöl - holt unsere Jungs „da“ sofort raus!“
DRSB
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sichere, gerechte und leistungsfähige Sozialsysteme,
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korruptionsfreie Demokratie in Deutschland und der EU.