DRSB
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Redaktionsteam
Leitung:
Udo Johann Piasetzky • Christian Hindahl • Heinrich Sternemann
Düsseldorf, den 23. Oktober 2009
„Tolle Touren in die USA“
Was macht eine Reise oder das Leben in den USA reizvoll?
Reisen oder Leben in den USA hat für viele immer noch den Geschmack von Lust, Laune und Abenteuer.
Wenn dann auch noch der US - Dollar am Boden liegt und die Kaufkraft des Euros sich quasi verdoppeln lässt, ja da muss man doch einfach zupacken.
Oder etwa nicht?
Amerikanische und europäische Reiseveranstalter schlagen seit einigen Monaten kräftig die Werbetrommel.
Das Hauptargument dieser modernen Ausgaben des Rattenfängers von Hameln:
Der Obama - Effekt.
Angeblich ist der Stimmungswandel nach der Wahl des neuen Präsidenten im ganzen Land überall sofort spürbar.
Aber diese modernen Rattenfänger nennen natürlich auch einen profaneren Reisegrund:
Die USA sind für Europäer derzeit so günstig wie nie.
Was muss man unter günstig verstehen?
Schon in der Hauptsaison waren Flüge an die Ostküste für rund 450,00 bis 600,00 Euro zu haben, wenn man nicht unbedingt am Wochenende fliegen wollte.
Sogar an die sehr beliebte sonnige Westküste kommt man bei geschickt gewählten Reiseterminen für 700,00 bis 900,00 Euro inklusive aller Gebühren.
Wer bereits im August 2009 seinen Flug buchen konnte und erst im Oktober oder November fliegen will, konnte im Durchschnitt noch einmal rund 200,00 Euro einsparen.
Bekanntlich ist das Fliegen in den USA schon immer kostengünstig gewesen und so genannte Billiglinien wie zum Beispiel
America West, JetBlue oder Southwest Airlines
bieten preiswerte so genannte
Sale - Tickets
an, die jeder mühelos per Internet von Deutschland aus zuverlässig buchen kann.
Touren mit komfortablen Wohnmobilen durch Kalifornien, Florida oder auch entlang der Ostküste sind kostengünstig für 90,00 bis 150,00 US - Dollar pro Tag zu erhalten und bieten nicht nur für Familien mit Kindern ein unvergessenes Erlebnis.
Im Herbst ist der wunderschöne
Indian Summer
an der Ostküste der beste Tipp, wenn die USA so richtig schön „amerikanisch“ erleben möchte.
Auch hier hilft ein intensiver Blick ins Internet unter
www.canusa.de oder www.camperboerse.de.
Wie steht es mit den Hotelpreisen?
Das Überangebot an Hotelbetten drückt erheblich auf die Preise, so dass es viele Arten von Sonderangeboten gibt.
Weil die Geschäftsreisen sehr stark eingebrochen sind, bieten die gehobenen Hotels aus der 4 bis 5 Sterne - Kategorie ihre Zimmer bis zu 60% billiger an und geben gerne Gästen aus Deutschland schon ab zwei Nächten eine weitere Nacht kostenlos dazu.
„You are wellcome“.
Selbst im sonst sehr teureren New York sind die Zimmerpreise im Schnitt auf 150,00 bis 170,00 Euro gesunken.
Das ist locker
rund 200,00 Euro weniger als vor 12 Monaten.
Lediglich in den preiswerteren Segmenten sind die Zimmerpreise nicht so stark gesunken, da amerikanische Geschäftsreisende auf diese kostengünstigeren Übernachtungsmöglichkeiten vermehrt ausweichen.
Wer als eine Übernachtung zwischen 50,00 bis maximal 90,00 Euro anpeilt, der sollte sein Glück als Frühbucher versuchen.
Wie entwickelte sich das
Preisniveau in den USA seit Anfang 2009?
In den USA herrscht eine anhaltend galoppierende Deflation, so dass die Preise generell immer stärker absinken werden.
Die Benzinpreise liegen bereits bei rund 2,10 bis 2,50 US - Dollar pro Gallone das entspricht pro Liter Kraftstoff einem Umrechnungspreis von etwa 40 bis 45 Eurocent.
Ja, so preiswert kann Tanken sein,
wenn der Sprit nicht übermäßig mit Steuern belastet wird und das Deflation - Syndrom unfreiwillig Hilfestellung leistet.
Da machen ausgeprägte Road - Trips mit einem Mustang - Cabrio von Ford wieder so richtig Spaß.
Die deflationäre Preisentwicklung bietet aber auch für Shopping - Spezialisten die reinsten Einkaufparadiese.
Freizeit- und Kinderbekleidung sowie die meisten Trend- und Modemarken haben derzeit ständig
super - sales - days.
Achtung!
Bei der Heimreise nach Europa schauen die europäischen Zöllner genau hin, was und wie viel man wovon mitbringt.
Seit 2008 darf man Waren
im Wert von 430,00 Euro zollfrei in die EU einführen.
Eigentlich ein Fortschritt,
denn früher waren es lediglich 175,00 Euro.
Zurück zur Reiselust.
Selbst kulinarisch haben die USA mehr zu bieten als nur Fast Food im McDonalds - Stil. In den guten Restaurants der West- und Ostküste verwöhnen gut ausgebildete Köche jeden Gourmet - Gaumen mit knackig frischem Lobster, saftigen Steaks und Braten sowie mit frischem Brot und vielen leckeren Gemüsesorten.
Europäische, australische und afrikanische Weinspezialitäten runden jedes Essen perfekt ab und lassen echte Genießer von Amerika noch sehr lange davon träumen.
Die USA mit allen Sinnen genießen.
Die Deflation und der niedrige Umrechnungskurs der US - Dollar machen es möglich, dass man wunderbar entspannt nach Europa oder Deutschland zurückkehren kann.
„You are wellcome“.
Wer sich nicht an den starken Sicherheitsregularien stört, gerne seine Fingerabdrücke der Willkür amerikanischen Computer und deren Sicherheitskräften überlässt, der kann
die besondere Atmosphäre und sowie die durchaus exzellenten Attraktionen in vielen
US - Staaten rundherum unbeschwert genießen.
Wer aber den so genannten
Obama - Effekt
sucht und ihn selbst nach ausführlichster Suche nicht findet, der ist in der Realität der USA angekommen und kann in vielen Städten und Gemeinden die
wachsende Verarmung, die zunehmende Kriminalität
sowie in den Slums das
Ansteigen der Verwahrlosung
sehen.
Und wer in der Schule die englische Sprache gelernt hat, zuhören kann und will, der kann deutlich vernehmbar hören, dass immer mehr Amerikaner ihren Glauben an Demokratie und Freiheit verlieren.
Macht so etwas
eine Reise oder das Leben in den USA reizvoll?
DRSB
Wir kämpfen seit 21 Jahren mit der Stimme der Demokratie
für
einen modernen Sozialstaat,
sichere, langfristige Arbeitsplätze,
sinnvolle, gerechte und lernfähige Rentensysteme,
sichere, gerechte und leistungsfähige Sozialsysteme,
und für
korruptionsfreie Demokratie in Deutschland und der EU.