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DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

 

 

 

DRSB e.V. Rudolf – Lensing – Ring 75 40670 Meerbusch

 

Einschreiben mit Rückschein

Herrn

Dr. Norbert Blüm

 

c/o CDU Deutschlands

Klingelhöferstrasse 8

 

D – 10785 Berlin

 

 

Meerbusch, den 23. Januar 2006

 

 

Ein offener Brief an Herrn Dr. Norbert Blüm - CDU,

als Stellungnahme für den am Freitag, dem 20. Januar 2006, erschienenen Artikel in der Finanzen.Net.

 

> Zitate Ex-Minister Norbert Blüm <

> Ex-Minister Blüm hat Verständnis für Rentner-Proteste gegen Nullrunden (EuramS) <

 

> Kann die Wut der Rentner verstehen und fühle mit ihnen <

 

Der ehemalige Bundessozialminister Norbert Blüm hat angesichts der geplanten Einführung des sogenannten Nachholfaktors und weiter drohender Renten-Nullrunden Verständnis für den Unmut der Ruheständler bekundet. In einem Interview mit EURO am Sonntag (E-Tag: 22. Januar 2006) sagte Blüm:

 

„Ich kann die Wut der Rentner verstehen und fühle mit ihnen.“

 

In den vergangenen Jahren sei zuviel am deutschen Rentensystem „herumgebastelt“ worden.

„Reformen sind notwendig. Aber nicht das Hin und Her wie beim demographischen Faktor“, sagte Blüm. Gleichzeitig verteidigte er das bestehende System.

 

 

„Es gibt weltweit kein System, dass unserer gesetzlichen Rente überlegen wäre – auch die kapitalgedeckte Privatrente nicht.“ Das hätten die jüngsten Entwicklungen mit Pensionsfonds in den USA gezeigt. Privatrenten könnten daher nur Zusatz zur gesetzlichen Rente sein.

 

Heftig kritisierte der ehemalige Minister im Kabinett Kohl die Riester-Rente. Sie sei „ein ganz großer Schmuh“, da sie die Nettolohnquote der Arbeitnehmer verringere. Damit sinke der Rentenanspruch auch bei jenen Beschäftigten, die sich die Riester-Rente gar nicht leisten können.“ Die Rente der Verkäuferin sinkt, weil ihr Chef eine Riester-Rente abschließt“, sagte Blüm der Wirtschaftszeitung. „Die vier Prozent Riester-Beitrag bestimmen das Niveau in der Rentenversicherung. Ein Einfallstor für Manipulation“.

> Ende der Blüm-Zitate <

 

Hierzu Stellungnahme des DRSB e.V.:

 

 

>Private Altersvorsorge - Alterseinkünftegesetz<

>Sinnvolle und lernfähige Gestaltung von Altersvorsorgesystemen<

 

 

Sehr geehrter Herr Dr. Blüm,

 

Ihr Interview zeigt – zumindest an einigen Stellen – eine realistische Einschätzung der Tatsachen.

 

Das > System Norbert Blüm < stand schon damals für das

 

> AVA-System: Aussitzen – Vernebeln – Abwarten <.

 

In Ihrer Amtszeit > der Ära Kohl < befand sich Deutschland noch in einer vermeintlichen heilen Rentenwelt - zumindest war es auf Plakatwänden und Litfasssäulen zu lesen:

 

> Die Rente ist sicher <

 

Umso härter und brutaler ist heute die Wirklichkeit.

 

Schon unser Alt-Bundeskanzler Konrad Adenauer hatte damals seine Rentenfachleute gefragt:

 

> Wie lange hält das Renten-Modell? <

 

Die Antwort der Rentenfachleute lautete:

 

> Maximal 40 Jahre <.

 

Ein Modell ist zunächst einmal nur eine leere Worthülse. Leere Worthülsen werden gerne von Politikern zu Wahlkampfzeiten wie Konfetti zur Beruhigung und Stimulierung über die Bürger verstreut.

 

Durch die

 

> Rürupsysteme <

 

wurde das klassische

 

> Drei-Säulen-Modell <

 

in ein

 

> Vier-Schichten-Modell <

 

umgetauft. Drei einzelne standfeste Säulen aus Stein ergeben jedoch ein sichereres Gefühl als vier verschiedene Schichten aus Pudding.

 

Bekanntlich wurde mit Hilfe des

 

> DRSB-9-Punkte-Programmes <

> Reformvorschlag zum Altersvermögensgesetz – Riesterrente <

 

von der Rot / Grünen Ex-Regierung die so genannte Rürup-Rente kreiert.

 

Wir verweisen hier auf unseren Schriftverkehr mit der ehemaligen Oppositionsführerin und jetzigen Bundeskanzlerin, Frau Dr. Angela Merkel.

 

In Ihrer Amtszeit schrieben wir Sie zu dem Thema

 

> sinnvolle und lernfähige Gestaltung der Altersvorsorge <

 

mit der Initiative 20 / 70 mehrfach an.

 

Insofern ist es nichts Neues für Sie, dass der DRSB e.V. durch gezielte Sparmaßnahmen, konsequenten Bürokratieabbau, tief greifende Reformen und zweckgebundene Sondersteuern, eine

 

> Sanierung der Rentensysteme <

 

herbeiführen möchte.

 

Aus den Zitaten ist nicht zu erkennen, ob Sie Modelle des Umlageverfahrens

> Vorbild: Rürupsysteme < und / oder kapitalgedeckte Modelle bevorzugen.

 

Die demographische Entwicklung in Deutschland lässt sich nicht mehr aufhalten.

 

>Der Weg des Umlageverfahrens endet somit kurzfristig in der Sackgasse <.

 

Warum jedoch die so genannte Jahrhundertreform der

 

> invaliden Rürup-Systeme <

 

auch zu einer Art Umlagesystem entwickelt wurde, ist allen Bürgern ein Rätsel und wirft Fragen nach dem wirklichen Hintergrund dieses Vorgehens auf, wie zum Beispiel:

 

 

1. Mit welcher Begründung wurde die so genannte Rüruprente als nicht vererblich geregelt?

 

2. Warum verliert der Bürger sämtliche Ansprüche aus der so genannten Riesterrente, wenn er aus Deutschland in ein anderes europäisches Land umzieht?

 

3. Warum wurde nicht zumindest bei der privaten Altersvorsorge ein echtes kapitalgedecktes System geschaffen?

 

4. Wurden die Rürupsysteme nur zum Kaschieren der desolaten Situation benutzt, damit die gesetzliche Rentenversicherung kurzfristig überleben kann?

 

5. Warum müssen sich Bürger bei der privaten Altersvorsorge einer freiwilligen Zwangsenteignung unterwerfen?

 

6. Warum wurden anfänglich bei der Riesterrente nur Arbeitnehmer als begünstige Personen zugelassen?

 

7. Diente die spätere Erweiterung des Begünstigtenkreises bei der Riesterrente durch Aufnahme der selbständigen Landwirte auch nur der Vernebelung?

 

Die Liste der Fragen kann unendlich fortgesetzt werden.

 

Kapitalgedeckte Systeme für die gesetzliche Rentenversicherung brauchen dagegen einen langen Atem und Stehvermögen.

 

Vorhandenes Geld nicht auszugeben, fällt bekanntlich deutschen Politikern sehr schwer.

 

Ihre Aussage:

 

„Es gibt weltweit kein System, dass unserer gesetzlichen Rente überlegen

wäre – auch die kapitalgedeckte Privatrente nicht.“

 

können wir aus den vorgenannten Gründen nicht unterstreichen.

 

Auch Ihr Hinweis auf die jüngsten Entwicklungen der Pensionsfonds in den USA greift nicht.

 

Aufgrund der strengen Selbstkontrollen der Versicherungswirtschaft in Deutschland und den umfangreichen externen Kontrollen durch Aufsichtsbehörden ist eine Entwicklung wie in den USA bei uns schwer möglich.

 

Die weit reichenden gesetzlichen Bestimmungen zur Sicherstellung von Ansprüchen der Bürger an Versicherungsunternehmen existieren in den USA bekanntlich nicht.

 

An dieser Stelle muß festgehalten werden, dass Manager der deutschen Versicherungswirtschaft besser mit Geld umgehen können als unsere deutschen Politiker.

> Die Zukunft kann gestaltet werden <

> Die Fehler der Vergangenheit sind nur noch zu reparieren. <

 

 

Der Reparatur-Rückstau für ein zukunftssicheres Altersvorsorgesystem hat sich während und nach Ihrer Amtszeit immer weiter aufgebaut.

 

Umfangreiche Ausführungen zu dem Thema:

 

> Sinnvolle und lernfähige Gestaltung der Altervorsorge <

 

finden Sie auf unserer Website unter:

 

http://www.deutscher-rentenschutzbund-ev.de/

 

Ihr Interview ist vermutlich ein Zeichen, aus Ihren Fehlern der Vergangenheit lehren ziehen zu wollen.

 

Unsere schriftlichen Angebote an alle deutschen demokratischen Parteien zur Lösungsfindung beizutragen

 

> Stichwort: Bürgerrat <

 

halten wir weiter aufrecht.

 

In Erwartung Ihrer geschätzten Rückantwort verbleiben wir

mit freundlichen Grüßen

 

 

Udo Piasetzky
Vorstandsvorsitzender DRSB e.V
  Hans-Josef Leiting
Vorsitzender der Rentenkommission

DRSB e.V.
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